„Freies Spiel der Kräfte“ im Leobener Gemeinderat nach Platzen der Dreierkoalition.
Nach dem Rückzug der Liste Reiter aus der Koalition mit SPÖ und Grünen kam es in der Stadt Leoben zu personellen Neuerungen. Das Stadtratsmandat, welches die SPÖ im Zuge der Zusammenarbeit an Reiter abgetreten und das er nunmehr zurückgelegt hat, besetzen die Roten wieder selbst: Johannes Gsaxner zieht als neues Mitglied in den Stadtrat ein. Die Aufgaben, mit welchen Reiter betraut war, wurden neu zugeteilt. SPÖ-Vizebürgermeisterin Birgit Sandler ist neue Wohnungsreferentin, Finanzstadtrat Willibald Mautner (ebenfalls SPÖ) wird als Delegierter der Stadt in die Tourismuskommission der Region Erzberg-Leoben entsandt, als Ersatzmitglied fungiert Susanne Sinz von den Grünen.
Zahlreiche Anträge
Nach dem Platzen der Koalition gibt es in Leoben keine fixe Regierungsmehrheit, im Gemeinderat herrscht das freie Spiel der Kräfte. Konstruktiven Zugang zeigten die Fraktionen in der Behandlung von Dringlichkeitsanträgen, sie wurden großteils einstimmig den jeweiligen Ausschüssen zugewiesen. Etwa die Überprüfung der Homeoffice-Regelung für Mitarbeiter der Stadt (eingebracht von der Liste Reiter) sowie Anträge auf Rücknahme der Parkordnung und -gebührenerhöhung vom Jänner und auf Rücknahme der Wassergebührenerhöhung (eingebracht jeweils von der FPÖ). Einstimmig angenommen wurde eine Erhöhung des Schulstartgeldes von 80 auf 150 Euro, die Veröffentlichung der Gemeinderatssitzungsprotokolle (jeweils FPÖ), die Reduktion der Ausschüsse von zwölf auf acht (FPÖ, ÖVP) und eine Senkung der Repräsentationsmittel des Bürgermeisters (FPÖ, ÖVP, KPÖ).




