Kindberg, Mariazell: Glimpflich verliefen zwei Flugsport-Zwischenfälle im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. In Kindberg musste ein Segelflieger notlanden, in Mariazell überstand ein Paragleiter einen 200-Meter-Absturz unverletzt.
Am Fronleichnamstag flog ein 34-Jähriger aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag kurz vor Mittag mit einem Segelflugzeug von Kapfenberg eine Runde mit Umkehrpunkt in Mitterdorf. Beim Rückflug zum Flugplatz Kapfenberg bekam der Pilot eigenen Angaben zufolge zu wenig Aufwind, weshalb er eine außerplanmäßige Landung in einem Getreideacker vornehmen musste. Diese erfolgte nahe der Langenfeldgasse im Bereich Kindberg-Ost. Mehrere Polizeistreifen begaben sich aufgrund von Notrufen umgehend auf die Suche nach dem Flugzeug. Der 34-Jährige selbst blieb bei dieser Landung jedoch unverletzt. Das Segelflugzeug wurde am rechten Flügel beschädigt. Einsatzkräfte der Feuerwehr Kindberg-Stadt standen für die Bergung des Flugzeuges im Einsatz.
Absturz aus 200 Metern, von Baum aufgefangen, unverletzt
Ebenfalls kurz vor Mittag wurden Polizisten wegen eines abgestürzten Paragleiters nahe der B20 Mariazellerstraße bei Sankt Sebastian alarmiert. Vor Ort stellten Polizisten einen 31-jährigen Paragleiterpiloten in einem nahegelegenen Waldstück fest. Der Oberösterreicher war in etwa 25 bis 30 Metern Höhe in einem Baum hängen geblieben und konnte sich selbst nicht mehr befreien. Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr Mariazell befreiten den Mann aus seiner Lage. Bei einer sofortigen Untersuchung durch das Österreichische Rote Kreuz und einem Notarzt konnten keine Verletzungen festgestellt werden. Auch der 31-Jährige selbst klagte über keinerlei Schmerzen und sprach von einem Wunder. Wie die Ermittlungen ergaben, dürfte der Mann zuvor mit seinem Gleitschirm von der Gemeindealpe gestartet sein. In der Folge verlor er aus ihm unerklärlichen Gründen die Kontrolle über den Schirm und stürzte rund 200 Meter senkrecht in die Tiefe. Mehrfache Versuche, den Schirm wieder unter Kontrolle zu bekommen, scheiterten. Ein nachkommender und ebenso von der Gemeindealpe startender Pilot konnte den Vorfall beobachten. Er leistete Erste Hilfe und alarmierte die Polizei. Den Grund des Absturzes konnte sich der 31-Jährige nicht erklären. Hinweise auf ein mögliches Fremdverschulden konnten nicht erhoben werden.

Quelle: Landespolizeidirektion Steiermark





