Mit einem Infostand auf dem Leobener Hauptplatz machte die Landwirtschaftskammer auf die Rolle der Milchbauern aufmerksam. Und auf die Probleme, denen sie begegnen.
„Das heurige Jahr stellt die heimischen Milchbäuerinnen und Milchbauern bisher vor große Herausforderungen. Ein trockenes Frühjahr führte zu erheblichen Trockenschäden im Grünland und damit zu deutlichen Ertragseinbußen beim ersten Aufwuchs“, sagte der Bezirksobmann der Landwirtschaftskammer Leoben Richard Judmaier anlässlich des Weltmilchtags.
Erzeugerpreis gesunken, Kosten gestiegen
An einem Stand auf dem Leobener Hauptplatz informierte Judmaier gemeinsam mit seinem Vize Helmut Ofner, Bezirksbäuerin Barbara Pollinger, der Trofaiacher Milchbäuerin Heidi Hirn und Berglandmilch-Aufsichtsrat Bernhard Zechner. Zur klimatischen Herausforderung gesellt sich eine finanzielle: Der Erzeugermilchpreis ist innerhalb eines Jahres um 23 Prozent gesunken, pro Liter beträgt er aktuell 42,9 Cent netto. Gleichzeitig sind die Kosten für Treibstoffe, Dünger und andere Betriebsmittel teils erheblich gestiegen.
Weniger Milchkonsum, dafür mehr Käse
Der Milchkonsum ist österreichweit von knapp 80 Liter pro Kopf im Jahr 2011 auf zuletzt rund 67 Liter zurückgegangen. Gewachsen ist unterdessen der Appetit auf Käse. Rund 26,5 Kilogramm pro Kopf wurden 2024 vertilgt, vor 15 Jahren waren es knapp 20.
Im Schnitt 24 Kühe pro Betrieb
Die steirischen Milchviehbetriebe sind traditionell klein strukturiert. Im Schnitt halten die heimischen Milchbauern 24 Kühe, das ist auch in etwa der österreichische Mittelwert. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 73 Kühe pro Betrieb, in der Slowakei 277, in den USA 357 und in Neuseeland 440.





