90 Feuerwehrler bekämpften im Stadtteil Gimplach einen Brand an zwei Gebäuden und mehreren Fahrzeugen. Menschen und Tiere wurden nicht verletzt, die Ermittlungen zur Brandursache laufen.
Am Samstag, dem 5. September 2026, wurden die Feuerwehren Gai und Gimplach zu einem Brand eines landwirtschaftlichen Betriebes mit angrenzenden Wirtschaftsgebäuden in Oberdorf gerufen. Bereits auf der Anfahrt bestätigte sich durch eine weithin sichtbare, massive Rauchsäule die Größe des Brandereignisses. Aufgrund der Lage und der raschen Brandausbreitung wurde umgehend Alarm für den Feuerwehrabschnitt Trofaiach ausgelöst.
Auch Dieseltank betroffen
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen ein Wirtschaftsgebäude sowie ein weiteres Gebäude des Hofes bereits in Flammen. Das Feuer hatte sich rasch ausgebreitet. Auch zwei Fahrzeuge, ein Anhänger und ein Dieseltank auf dem Anwesen waren vom Brand betroffen. Unverzüglich wurde ein umfassender und massiver Löschangriff eingeleitet. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Schutz des unmittelbar angrenzenden Wohnhauses sowie eines weiteren Wirtschaftsgebäudes, in dem sich Tiere befanden.

Bach lieferte ausreichend Wasser
Die erforderliche Wasserversorgung für die umfangreichen Löscharbeiten wurde über den nahegelegenen Bach sichergestellt. Dadurch konnte eine ausreichende Wasserversorgung für die eingesetzten Löschleitungen aufgebaut und der Löschangriff kontinuierlich aufrechterhalten werden. Rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehren Gai, Gimplach, Trofaiach, Hafning, Laintal, Vordernberg, St. Peter-Freienstein sowie dem Atemschutzfahrzeug der VA Stahl Donawitz und dem Wechselladefahrzeug der FF Leoben-Stadt bekämpften den Großbrand mit insgesamt 22 Fahrzeugen. Die Einsatzleitung und Einsatzdokumentation wurden durch das Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr Vordernberg unterstützt. Für eine rasche und gezielte Brandbekämpfung wurde außerdem die Drohne des Einsatzleitfahrzeuges eingesetzt. Mithilfe der Wärmebildtechnik konnten Glutnester aus der Luft lokalisiert und die Nachlöscharbeiten gezielt durchgeführt werden.

Glutnester im Stroh
Eine besondere Herausforderung stellte das im Gebäude gelagerte Stroh dar. Das in Brand geratene Stroh musste im Zuge der Löscharbeiten aufwendig aus dem Gebäude ausgeräumt und auf einer angrenzenden Wiese verteilt werden, um dort die letzten Glutnester ablöschen zu können. Dadurch dauerten die umfangreichen Nachlöscharbeiten bis in die Nachtstunden an.

Ermittlungen laufen
Das Rote Kreuz war vorsorglich mit zwölf Einsatzkräften und drei Fahrzeugen vor Ort. Auch mehrere Polizeistreifen aus dem Bezirk Leoben standen für die Erstmaßnahmen im Einsatz. Trotz des Ausmaßes des Brandes wurden nach bisherigem Kenntnisstand weder Menschen noch Tiere verletzt. Ein Brandermittler des Stadt- und Bezirkspolizeikommandos Leoben nahm noch am Samstagabend erste Erhebungen am Brandort vor. Die Ursache des Feuers konnte vorerst nicht geklärt werden. Weitere Ermittlungen mit Unterstützung durch Brandermittler des Landeskriminalamtes (LKA) Steiermark folgen.





