Aktiv, kreativ und mitten in der Region – so genießt das Rundschau-Team die Sommermonate direkt vor der eigenen Haustür.
Motorradfahren, Laufen, Tennis, Golf, digitales Malen, Oldtimerfahren, Mountainbiken, Berggehen und Alpakawandern stehen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rundschau auf dem Sommerprogramm.
Kreativpause in Schräglage
Einmal im Jahr packt mich das Fernweh. Dann geht es mit dem Motorrad auf große Reise. Für kleinere Touren ist es aber auch schön, dass das Gute direkt vor der Haustür liegt. Für die perfekte Auszeit braucht es dann nicht viel: Helm auf, Zündung an und ab auf die Straße. Meine Lieblings-Hausrunde führt mich über den Pogusch und den Seeberg nach Mariazell, aber auch ein Trip nach Eisenerz oder eine kurze Fahrt zum Grünen See sind immer wieder schön. Das Gute am Sommer ist ja, dass es lange hell bleibt. Da kann ich mich auch nach einem intensiven Tag im Büro noch spontan aufs Bike schwingen und eine gemütliche Abendrunde drehen. Beim Kurvenfahren schalte ich auf Durchzug, lüfte den Kopf aus und tanke neue Kreativität für meinen Job als Grafiker. Wenn ich mit meinem Motorradkollegen unterwegs bin, ist es bei jeder Ausfahrt ein Thema, wie herrlich wir es hier eigentlich haben. Einmal im Jahr wegzufahren, ist zwar toll, aber fürs Freiheitsgefühl braucht es oft nur ein paar Stunden auf zwei Rädern. Man entdeckt auch daheim traumhafte Strecken und versteckte Wegerl, die man zuvor noch nie gefahren ist. – Martin Jurkowitsch

Ruhe heißt nicht Ruhe geben
Obwohl ich meine Freizeit mit Fußball und Tennis immer sehr sportlich gestalte, zur Ruhe komme ich auch im Urlaub nur selten. Oft braucht es nicht viel, um schnell ein Urlaubsgefühl zu erleben. Gut ausgeschlafen werden das Sportoutfit und die Laufschuhe angezogen, Kopfhörer rein und hinaus bei der Haustüre. Nach nur wenigen Minuten befinde ich mich bereits irgendwo in der Natur, wo ich entweder die Ruhe oder einfach nur die Musik genieße. Meist laufe ich ohne echtes Ziel los und entscheide spontan während des Laufens, wo es hingeht. Ein echtes Highlight ist die Bärenwand in meinem Heimatort Spital am Semmering. Der Großteil der stetig steigenden Strecke befindet sich dabei im Wald, was vor allem an heißen Sommertagen angenehm ist. Zudem gibt es auch entlang des Weges kleine Quellen, wo man einen Schluck Wasser zu sich nehmen kann. Auch wenn der Lauf hinauf oft anstrengend ist, eines kann ich garantieren: Der Ausblick und die Ruhe sind die beste Belohnung. – Philip Aschenbrenner

Urlaub auf dem Tennisplatz
Sonne, Strand und möglichst viel Nichtstun sind schön im Urlaub. Für mich darf es aber gerne auch etwas sportlicher zugehen. Im Urlaub zu Hause verbringe ich meine Zeit am liebsten auf dem Tennisplatz. Beim TC Aflenz-Land schnappe ich mir den Schläger und tausche den Arbeitsalltag gegen Vorhand, Rückhand und Aufschlag. Besonders gerne bringe ich mich beim Damen- und Kindertraining unterstützend ein. Zu sehen, wie sich die Spielerinnen und Kinder weiterentwickeln und mit Freude bei der Sache sind, macht mindestens genauso viel Spaß wie das Spielen selbst. Oft sind auch meine Freundin Julia und unser Sohn Noah mit dabei. So wird die Zeit auf dem Tennisplatz nicht nur zum sportlichen Ausgleich, sondern auch zu wertvoller Familienzeit. Ein paar Stunden mit Freunden auf dem Court vor der Bergkulisse rund um Aflenz reichen völlig aus zum Glücklichsein. So sieht mein perfekter Urlaub zu Hause aus. – Marco Wasshuber

Fairway und Bergpanorama
Manchmal liegt das Urlaubsglück näher, als man denkt. Nur wenige Autominuten von meinem Zuhause entfernt wartet die 18-Loch-Golfplatzanlage Reiting-Trofaiach, eingebettet in die Kulisse der Eisenerzer Bergwelt mit Blick auf den Präbichl. Zwar gibt es hier eine moderne Driving Range, Putting- und Pitching-Greens sowie einen Übungsbunker, doch mit dem Üben habe ich es nicht so. Lieber schlage ich meinen knallroten Golfball über den Platz. Dass man diesen im Rough oder gar im Wald leichter findet, kann ich übrigens nicht bestätigen. Meine persönliche Statistik spricht eindeutig dagegen. Gerade das macht aber den Reiz des Golfsports aus: Keine Runde gleicht der anderen. Mal lauern die Bunker rund um die Grüns, mal verschluckt ein Wasserhindernis einen Ball. Im Laufe der Jahre haben sich jedenfalls einige meiner Bälle dauerhaft in der heimischen Botanik niedergelassen. Mit gemischten Gefühlen trage ich den Spitznamen „Bunker-Queen“, den mir meine Freunde verliehen haben. Dennoch zählt für mich nicht das Handicap, sondern die Freude am Spiel. Die Bewegung in der Natur, die herrliche Aussicht und das gemütliche Zusammensitzen mit den Flightpartnern im „19. Loch“ nach der Runde machen einen solchen Urlaubstag jedes Mal zu etwas Besonderem. – Erika Weiss

Urlaub an der digitalen Staffelei
Im Urlaub zieht es mich nicht in ferne Länder, an den Strand oder in die Berge. Seit ich vor einigen Jahren meine Leidenschaft für „Digital Painting“ entdeckt habe, verbringe ich meine freien Tage am liebsten vor dem Computer. „Digital Painting“ funktioniert im Grunde wie Malen auf Papier oder Leinwand, nur eben am Bildschirm, mit einem Eingabestift oder „Touch Pen“ anstelle eines Pinsels. Die Vorteile gegenüber analogem Malen liegen auf der Hand: Man hat immer einen Malgrund in passender Größe zur Hand, und auch die Farben gehen nie aus. In meinem Urlaub heißt es also fast jeden Tag: Aufstehen, ein Kaffee und dann ab an die digitale Staffelei. Fernwehgeplagte Aktivurlauber mögen meine Feriengestaltung vielleicht ein wenig langweilig finden. Aber nach und nach ein Bild durch die eigene Schaffenskraft entstehen zu sehen, finde ich nun einmal viel beglückender als einen Sonnenuntergang am Meer. Und wenn ich doch einen sehen will, dann male ich halt einen. – Bernhard Kettler

Mit 113 PS gegen das Fernweh
Während andere Koffer packen und sich durch überfüllte Flughäfen kämpfen oder im Stau Richtung Süden stehen, genügt mir heuer ein voller Tank (bei diesen Spritkosten auch Luxus) und der Zündschlüssel meines 38 Jahre alten Volvo 244. Der alte Schwede verfügt über exakt null Assistenten, keine Apps und keine Fahrmodi. Dafür hat er ein CD-Radio, jede Menge Charme und die erstaunliche Fähigkeit, an Tankstellen und auf Parkplätzen Menschen ins Gespräch zu ziehen. Und aufgrund der fehlenden Servolenkung gibt es dazu auch Fitness zum Nulltarif. In den kommenden Wochen werde ich mit ihm die Obersteiermark erkunden, bekannte Orte neu entdecken und den einen oder anderen Abstecher machen, den das Navi vermutlich nie vorgeschlagen hätte. Denn manchmal liegen die schönsten Urlaubserlebnisse direkt vor der Haustür. Eines ist jedenfalls sicher: Der Volvo und ich werden nicht die Schnellsten sein, aber dafür sehen wir etwas mehr von der Landschaft. Und genau darum geht es doch beim Urlaub zu Hause. – Michael Wasshuber

In den Sattel geschwungen
Ich genieße es, im Urlaub mit dem Fahrrad in den heimischen Bergen unterwegs zu sein. Bei uns im Mürztal wartet die vielfältige Natur mit zahllosen Möglichkeiten für abwechslungsreiche Touren ja direkt vor der Haustür. Also: Radlerhose an, Helm auf, Trinkflasche gecheckt – und los geht’s. Meine Lieblingstouren führen zur Kochhütte oder auf die Hofbaueralm. Im Grunde spielt es keine Rolle, wohin es geht, denn jede Strecke hat ihren Reiz. Gerade diese Vielfalt macht das Radfahren in unserer Region so besonders. Egal, ob es eine kurze Ausfahrt oder eine längere Tour wird – Langeweile kommt dabei garantiert keine auf. – Verena Ebner

Urlaub? Geht
Feste Schuhe, ein Rucksack und ein Kapperl, und fertig ist der Urlaubstag. Früh aus den Federn und rauf auf einen der vielen schönen Berge in der Region. Beim Hirn-Auslüften hilft kaum etwas anderes so gut wie ein paar hundert Höhenmeter. Beim Abschwitzen diverser Laster ebenso. Erstmalig begangene Routen werden vorab ganz old school auf der papierenen Landkarte ausgekundschaftet. Im Lauf der Jahre haben sich natürlich ein paar Favoriten verfestigt: Das Rennfeld als Brucker Hausberg, für den ich kein Auto starten muss, der Reiting und speziell der Eisenerzer Reichenstein; und für den Hochschwab wär’s auch wieder einmal an der Zeit. – Karl Doppelhofer

Entschleunigung mit Alpakas
Nicht immer muss es eine weite Reise sein, um Erholung zu finden. Mein persönlicher Tipp für einen gelungenen Urlaub zu Hause ist eine Alpakawanderung in der herrlichen Natur von Untertal in der Nähe von St. Katharein an der Laming. Mit den sanftmütigen Tieren geht es in gemütlichem Tempo durch die Landschaft, fernab von Hektik, Termindruck und Massentourismus. Alpakas strahlen eine besondere Ruhe aus und helfen dabei, den Alltag für einige Stunden hinter sich zu lassen. Die Wanderungen bieten die Möglichkeit, bewusst die Natur wahrzunehmen, frische Luft zu genießen und einfach einmal abzuschalten. – Simone Rittenbacher






