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Startseite » Ein Jahr Schwarz-Blau in Bruck
Politik

Ein Jahr Schwarz-Blau in Bruck

Karl Doppelhofervon Karl Doppelhofer3. Juni 20263 Minuten Lesezeit
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Eine Frau und ein Mann stehen auf einem innerstädtischen Platz und geben einander die Hand.
Susanne Kaltenegger und Raphael Pensl vor dem Brucker Rathaus. Foto: KD
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„Es sind nicht immer alle einer Meinung, aber es können alle miteinander“ – Zwischenbilanz der Brucker Stadtkoalition.

Die Brucker Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger und Vize Raphael Pensl hielten bei einem Medientermin Rückschau auf das erste Jahr ihrer ÖVP-FPÖ-Koalition. „Unter dem Motto ,gemeinsam Bruck Zukunft geben‘ wollten wir vor einem Jahr bei den großen Herausforderungen Finanzen, Schulen und Infrastruktur endlich ins Handeln kommen“, sagte Kaltenegger, „und es ist uns gelungen, vieles auf den Weg zu bringen.“

Vielfacher Dank

„Ich danke den Menschen in der Stadt füs Verständnis für nicht immer leichte Entscheidungen, aber auch für das Feedback“, so die Bürgermeisterin. „Ein Danke auch an die Verwaltung, wir haben im Haus eine sehr gute Zusammenarbeit. Und natürlich an die Wirtschaft, die Vereine und Einsatzorganisationen.“ Hinsichtlich Vernetzung aller Akteure in der Stadt verwies sie auf die jüngst neu geschaffene Wirtschaftskoordinationsstelle im Rathaus. 

„Ruhig und respektvoll“

Vizebürgermeister Pensl sagte: „Ich glaube, es können sich viele an Bruck ein Beispiel nehmen, wie man Dinge erledigen kann auf eine ruhige, gelassene und respektvolle Art.“ Wenn man die Dinge offen und ehrlich darlege, könnten die Menschen auch damit umgehen, so Pensl. Gerade bei harten Entscheidungen wie der Schließung der Kunsteisanlage. Viel Lob und Dank sprach er Finanzstadtrat Helmut Sommer von der ÖVP aus. „Mit so einem Finanzreferenten kann es fast nur gut laufen“, sagte Pensl und fügte an: „Wir haben im Rechnungsabschluss 2025 eine Stabilisierung erreicht. Den Kurs müssen wir konsequent durchziehen, denn eine echte Konsolidierung geht nicht von heute auf morgen, es dauert voraussichtlich zwei Amtsperioden.“

Ein sanierungsbedürftiges Schulgebäude
Die Vorbereitungen für die Sanierung der Mittelschule laufen. Foto: Mehlmauer

Mittelschule

Ein Meilenstein war die Förderungszusage des Landes, 80 Prozent der Projektkosten für die Sanierung der Mittelschule mit Bedarfszuweisungen abzudecken. Heuer stehen Bauteiluntersuchungen und die Vergabe der generalplanung auf dem Programm, 2027 soll die Einreichplanung stehen, 2028 der Baubeginn und 2030 die Fertigstellung erfolgen. In die Projektsteuerungsgruppe für die Schulsanierung hat die FPÖ den pensionierten Bauingenieur Otto Hofmann von der Bürgerliste Neues Bruck entsendet. „Wenn es jemanden gibt, der solche Expertise hat, dann muss es niemand aus den eigenen Reihen sein“, so Pensl.

Wohnungen

Die Nominierung steht beispielhaft fürs generelle Bemühen ums Arbeitsklima im Gemeinderat. „Es gibt regelmäßige Treffen mit den Fraktionen, wir versuchen auch, alle in Entscheidungen mit einzubinden“, sagte Kaltenegger. „Wir sind nicht immer alle einer Meinung, aber wir können alle miteinander“, so Pensl. Im neuen Klima war auch das Erreichen der notwendigen Zweidrittelmehrheit für einen Teilverkauf der Gemeindewohnungen erzielbar, alle Fraktionen außer der KPÖ haben zugestimmt. Bis Mitte 2027, so Kaltenegger und Pensl, solle das Bieterverfahren über die Bühne sein. „Der Erlös wird uns eine echte Sanierungsoffensive für die im Stadteigentum verbleibenden Wohnungen ermöglichen“, so die Bürgermeisterin.

Bruck an der Mur Raphael Pensl Susanne Kaltenegger
Karl Doppelhofer
Karl Doppelhofer

Aufgewachsen in Langenwang im Mürztal, jetzt in Bruck an der Mur daheim. Hat sich 1997 als Quereinsteiger in den Journalismus verirrt und nimmer rausgefunden. Redaktionsleiter der Rundschau seit deren Gründung im Jahr 2012.

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