Der Brucker Stadtrat hat die Mittel fürs Musikschuldach freigegeben. Weitere Beschlüsse fielen unter anderem zu Schulhof Berndorf, Freibad, Kinderparlament und Wasserversorgung.
Der Brucker Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Dachsanierung der Musikschule beschlossen. Das Dach des ursprünglich aus dem Jahr 1874 stammenden Gebäudes ist mittlerweile stark veraltet, an mehreren Stellen kam es bereits zu Wassereintritten. Daher wird die bestehende Dachhaut abgetragen und durch eine neue Eternitdeckung ersetzt. Die Kosten für die Dachsanierung inklusive der begleitenden Leistungen betragen rund 840.000 Euro. Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten, starten Anfang September und sollen noch heuer abgeschlossen werden.
Mehr Klarheit im Schulhof
Für den Innenhof von Schule und Kindergarten Berndorf wird eine neue Verkehrs- und Aufenthaltslösung umgesetzt, um die Situation für Kinder, Eltern und Betreuungspersonal sicherer und geordneter zu gestalten. In den vergangenen Monaten wurden dafür die planerischen und behördlichen Grundlagen geschaffen. Der Brunnen im Innenhof wurde bereits entfernt, die neu geordneten Park- und Bewegungsflächen mit einer Kiss-&-Go-Zone sowie 29 Pkw-Stellplätzen wurden vom Kuratorium für Verkehrssicherheit ausgearbeitet und mit den pädagogischen Leitungen und Elternvertretungen abgestimmt. Die bauliche Umsetzung erfolgt in den Sommerferien, um den laufenden Betrieb nicht zu beeinträchtigen. Für das Projekt wurden vom Stadtrat rund 120.000 Euro beschlossen, mit eingerechnet sind Bedarfszuweisungsmittel des Landes Steiermark.
Neue Wasserleitungen
Im Zuge des Ausbaus der Alpenglasfaser GmbH nutzt die Stadt die anstehenden Bauarbeiten, um mehrere veraltete Wasserleitungen mit zu erneuern. Betroffen sind die Leitungen in der Max-Mell-Straße, der Lehmgasse und der Bergbaustraße, die mit einem Alter von 51 bis 64 Jahren in den kommenden Jahren laut Reinvestitionsplan zum Austausch vorgesehen gewesen wären. Durch die Bündelung mit der Glasfaserverlegung und den damit verbundenen Straßenarbeiten können Synergien genutzt werden. Die Kosten sind mit rund 250.000 Euro veranschlagt.

Günstige Lösung für Sprungturm gesucht
Für den Sprungturm im Freibad Murinsel wird eine Bestandsaufnahme mit statischer Nachberechnung beauftragt, um eine wirtschaftlich und technisch tragfähige Zukunftslösung zu prüfen. Die Anlage ist seit zwei Jahren aufgrund statischer Probleme abgestützt und derzeit nur noch für heuer freigegeben. Eine Lösung mit sofortigem Komplettabbruch samt Stiegenaufgängen würde laut Stadtgemeinde rund 500.000 Euro kosten. Stattdessen setzt die Stadt zunächst auf eine fachliche Prüfung des Bestands. Ziel ist es, eine günstigere Variante mit Erhalt der Anlage und Betonsanierung zu erkunden.
„Baumkraxler“ im Einsatz
Auf Grundlage der Baumkontrollen 2026 werden im Stadtgebiet 35 Pflegemaßnahmen umgesetzt, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Handlungsbedarf wurde unter anderem am Erwin-Linhart-Weg, in der Bahnhofallee, im Stadtpark sowie im Bereich der Mittelschule festgestellt. Für die Arbeiten, die Baumkletterer und Spezialgerät erfordern, wurden rund 9.000 Euro beschlossen.

Kinderparlament geht weiter
Das Brucker Kinderparlament wird auch im Schuljahr 2026/27 fortgeführt. Seit 2014 bietet dieses Format Kindern zwischen acht und 13 Jahren die Möglichkeit, ihre Stadt kennenzulernen, politische und administrative Abläufe besser zu verstehen und eigene Ideen einzubringen. In insgesamt acht Treffen sowie beim jährlichen steirischen Kindergipfel liefert das Kinderparlament Impulse für Verwaltung und Politik, weil Anliegen, Bedürfnisse und Ideen junger Menschen sichtbar werden.
Strom für die Team Österreich Tafel
Die Stadt übernimmt die Stromkosten für die Team Österreich Tafel am Minoritenplatz für das vergangene Jahr in der Höhe von rund 2.300 Euro. Die Tafel des Roten Kreuzes leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Menschen in schwierigen Lebenslagen. Unter dem Grundsatz „Sammeln statt vergammeln, verwenden statt verschwenden“ werden Lebensmittel von ehrenamtlichen Helfern bei unterstützenden Unternehmen gesammelt und an unterstützungsbedürftige Menschen weitergegeben.
Reparatur in der Kläranlage
Nach einem technischen Schaden am Blockheizkraftwerk der städtischen Kläranlage fiel nicht nur die Stromerzeugung aus dem im Faulturm produzierten Faulgas weg, sondern auch die Nutzung der Abwärme, die für die Beheizung des Faulturms und damit für die weitere Gasproduktion wesentlich ist. Der Stadtrat beschloss die Reparatur des Schadens in der Höhe von 12.500 Euro.





