Die Stadtwärme Kapfenberg lud zum offiziellen „Anheizen“ in das neue Biomasse-Heizwerk in der Krottendorfer Straße.
Im Beisein von Projektpartnern und Medienvertretern entzündete der Geschäftsführer der Stadtwärme Kapfenberg Daniel Grill erstmals den Ofen des neuen Kapfenberger Biomasseheizwerks in der Krottendorfer Straße. „Das ist ein weiterer Meilenstein für die Kapfenberger Stadtwärme“, so Grill, der unter anderen auch Bürgermeister Matthäus Bachernegg zum „Anheizen“ begrüßen konnte.
Wie ein Kachelofen
„Das funktioniert ähnlich wie bei einem neuen Kachelofen, die Anlage wird zunächst langsam und kontrolliert erwärmt. Dabei geht es vor allem darum, die feuerfeste Ausmauerung des Heizkessels schonend zu trocknen und Spannungsrisse durch zu schnelles Erhitzen zu vermeiden. Schritt für Schritt werden wir die Anlage dann hochfahren“, erklärt der Geschäftsführer.

Tochter der Stadtwerke
Die Stadtwärme Kapfenberg GmbH ist eine 100-Prozent-Tochter der Stadtwerke, die wiederum zur Gänze im Eigentum der Stadtgemeinde stehen. Das Bürogebäude ist ebenfalls baulich fertig. „Wir warten nun auf die Einrichtung, aber wir wollen noch im heurigen Jahr einziehen“, so Daniel Grill. Bis dahin sind die sieben Mitarbeiter noch bei den Stadtwerken untergebracht.

Fünf-Megawatt-Heizkessel
Das Herzstück der Anlage ist ein fünf Megawatt starker Heizkessel, in dem die Hackschnitzel verbrannt werden. Die dabei entstehende Wärme erhitzt Wasser, das über das Fernwärmenetz zu den angeschlossenen Haushalten und Betrieben transportiert wird. Neben der Wärme aus Biomasse wird auch industrielle Abwärme für die Fernwärmeversorgung genutzt. Die Kosten für die Errichtung des Heizwerks belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro. Zudem erweitert die Stadtwärme auch ihr Netz, so wurden 2025 und 2026 neun neue Trassenkilometer geschaffen.





