Der neue Hyundai Ioniq 3 protzt nicht mit Leistung, garantiert aber trotzdem jede Menge Fahrspaß.
Rot ist bekanntlich die Farbe der Liebe. Manchmal aber auch eine, bei der man spontan Lust bekommt, eine Runde zu drehen. So geschehen beim neuen Hyundai Ioniq 3, den uns das Autohaus Knoll in Langenwang für eine Testfahrt zur Verfügung stellte.
Selbstbewusste Optik
Mit seinem kräftigen Rot und dem sportlichen N-Line-Outfit macht der kompakte Stromer schon im Stand gehörig auf sich aufmerksam. Schon rein optisch zeigt der Ioniq 3, dass ein Elektroauto nicht wie ein rollendes Haushaltsgerät aussehen muss. Die markante Front, die dynamische Linienführung und die sportlichen Details der N Line verleihen dem Koreaner einen selbstbewussten Auftritt. Schwarze Akzente, ein Dachspoiler, sportliche Stoßfänger und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen runden das Gesamtbild ab.

Kein Kraftexzess
Unter dem Blech arbeitet ein Elektromotor mit 135 PS, der seine Kraft an die Vorderräder schickt. Einsteigen, Fahrstufe D wählen, und los geht’s, ohne Motorengeräusch, ohne Schaltpausen und ohne große Aufregung. Was auf dem Papier nicht gerade nach einer Rakete klingt, fühlt sich auf der Straße durchaus munter an. Der Elektromotor reagiert unmittelbar aufs Fahrpedal und sorgt besonders beim Anfahren für angenehmen Schub.

Gutes Handling
Auf den Straßen des Mürztals zeigt sich schnell, dass der Ioniq 3 weniger den wilden Sportler als vielmehr den unkomplizierten Alltagsbegleiter gibt. Die Lenkung arbeitet leicht und direkt, der Wagen lässt sich mühelos durch engere Kurven dirigieren und bleibt dabei angenehm berechenbar. Aber auch wenn es einmal flotter zur Sache geht, vermittelt der Hyundai ein sicheres Fahrgefühl. Natürlich sollte man von 135 PS keine Wunder erwarten, doch für den täglichen Einsatz reicht die Leistung allemal.

Flexible Rückgewinnung
Das Fahrwerk bietet einen gelungenen Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit. Kleinere Unebenheiten werden ordentlich geschluckt, bei gröberen Fahrbahnschäden machen sich die 19-Zoll-Räder allerdings bemerkbar. Dafür liegt der Hyundai satt auf der Straße und zeigt auch bei flotteren Richtungswechseln keine unnötige Nervosität. Besonders angenehm ist die Möglichkeit, die Rekuperation über Schaltwippen am Lenkrad zu verändern. Je nach Einstellung rollt der Hyundai nahezu ungebremst dahin oder verzögert beim Lupfen des Fahrpedals deutlich stärker. Gerade auf den Bergstraßen unserer Region lässt sich damit spielen und gleichzeitig Energie zurückgewinnen. Nach ein paar Kilometern hat man den Dreh heraus und nutzt das Bremspedal deutlich seltener.

Flottes Interieur
Im Innenraum geht es modern und sportlich weiter. Der 14,6 Zoll große Bildschirm dominiert das Cockpit, dazu kommen digitale Instrumente und zahlreiche Assistenzsysteme. Die N Line sorgt mit Sportlenkrad, schwarzen Sitzen mit roten Kontrastnähten und Aluminium-Sportpedalen für die passende Atmosphäre. Auch das Platzangebot kann sich für einen kompakten Stromer sehen lassen. Für die nötige Energie sorgt eine 61-kWh-Batterie, eine Wärmepumpe gehört außerdem ebenso zur Serienausstattung wie der 11-kW-Onboard-Lader. Zu Hause lässt sich der Hyundai bequem über Nacht laden.

Faire Garantie
Preislich startet der Ioniq 3 in Österreich bei 29.990 Euro. Unser sportlich ausgestatteter N Line Evo kostet laut Preisliste ab 43.990 Euro. Dafür gibt es eine umfangreiche Serienausstattung sowie fünf Jahre Fahrzeuggarantie ohne Kilometerbegrenzung und acht Jahre bzw. 160.000 Kilometer Garantie auf die Hochvoltbatterie. Eines steht auf jeden Fall fest: Wer bei diesem Hyundai rot sieht, hat ausnahmsweise allen Grund zur Freude.
| Hyundai Ioniq 3 N Line | |
|---|---|
| Preis: | ab Euro 33.990,- |
| Verbrauch: | 13,7 – 16 kWh (Werksangabe) |
| Leistung: | 99 kW / 135 PS |
| Max. Geschw.: | 170 km/h |
| Abmessungen: | 4115 / 1800 / 1505 mm |
| Gewicht: | 1650 kg |
| In drei Worten: | Moderner, sportlicher Alltagsbegleiter |
alle Fotos: MaW




