Die heimischen Bauern haben mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen, Landwirtschaftskammer und Land Steiermark wollen helfen.
Wegen der extremen Trockenheit war das heurige Jahr eines der schwierigsten in der jüngeren Geschichte der heimischen Landwirtschaft. Auch der Bioheumilchbauer Stefan Bischof aus Bruck hatte damit zu kämpfen. „Bei mir sind zwei Gründlandschnitte total ausgefallen, sodass ich nur die Hälfte einer Normalernte einfahren konnte“, sagt er. „Schon im Juni habe ich Futter zugekauft, damit ich meine 30 Rinder gut mit Futter versorgen konnte. Auch das Winterfutter wird knapp werden, weshalb ich möglicherweise gezwungen sein werde, den Viehbestand zu reduzieren.“
183 Millionen Euro
Über seine Sorgen sprach Bischof auch bei einem Medientermin mit Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer, Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger, Vizepräsidentin Maria Pein und Kammerdirektor Werner Brugner. Dabei ging es um die Unterstützung der heimischen Landwirte durch die Kammer und das Land, um den Folgen des fortschreitenden Klimawandels entgegenzuwirken. Laut einer Bilanz der Österreichischen Hagelversicherung ist durch die Wetterkapriolen im heurigen Jahr ein Gesamtschaden von 183 Millionen für die steirische Landwirtschaft entstanden, wovon allein 140 Millionen auf die Dürre zurückzuführen sind.
Futteroffensive
Um die Versorgung der Tiere auf den heimischen Bauernhöfen zu sichern, hat die Landwirtschaftskammer gemeinsam mit den steirischen Maschinenringen im heurigen Frühjahr eine Futtervermittlungsoffensive gestartet, die vorerst bis in den Frühsommer 2027 läuft. Dabei bauen Ackerbauern vertraglich vereinbart Futterpflanzen an, die den Rinderbauern anschließend direkt angeboten werden. Mit welchen Maßnahmen diese Initiative möglichst hohe Ernteerträge erzielen kann, darüber sprach der südsteirische Ackerbauer Elias Götz, der ebenfalls am Medientermin teilnahm.





