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Startseite » Im Bunde der Dritte
Motor

Im Bunde der Dritte

Michael Wasshubervon Michael Wasshuber21. Oktober 20264 Minuten Lesezeit
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Ein weißer Pkw der Kompaktklasse fährt in einem Ortsgebiet von links nach rechts
Vertraut aus jedem Blickwinkel: Der Elektro-VW ist ein Polo, wie man ihn kennt und vielfach liebt. Foto: MaW
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Nach seinen beiden Konzernbrüdern Cupra Raval und Skoda Epiq steht nun der VW ID. Polo auf unserer Testliste.

Aller guten Dinge sind drei. Nachdem die Rundschau bereits den Cupra Raval und den Skoda Epiq unter die Lupe genommen hat, macht nun der neue VW ID. Polo unsere kleine Elektro-Trilogie komplett. Drei Konzernbrüder, eine gemeinsame technische Basis und doch drei unterschiedliche Charaktere. Während der Spanier auf Sportlichkeit setzt und der Tscheche mit seinem Platzangebot punktet, will der Wolfsburger vor allem eines sein: ein Polo, nur eben elektrisch. Und das ist durchaus als Kompliment gemeint. 

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Vertrautheit

Schon beim ersten Kennenlernen wird klar, dass VW beim ID. Polo keine großen Experimente wagt. Die Linien sind klar, die Proportionen vertraut, und auch das Gesicht erinnert an die bekannten Modelle der Marke. Mit knapp 4,05 Metern Länge bleibt er ein echter Kleinwagen, steht aber dank des langen Radstands erstaunlich erwachsen auf der Straße. Unser Testwagen in der Life Edition vom Autohaus F. Ebner in Bruck zeigt sich angenehm unaufgeregt, kein optisches Muskelspiel, kein unnötiger Schnickschnack. Ein Polo halt, der seinen Tankdeckel gegen eine Ladebuchse getauscht hat.

Die Darstellung auf dem Display lässt sich von modern auf retro umstellen. Dann tut der ID. Polo beispielsweise so, als wär’ er ein Einser-Golf. Foto: MaW

Reserven

Unter dem Blech steckt allerdings eine völlig neue Technik. Unser ID. Polo beherbergt einen 52-kWh-Akku und einen Elektromotor mit 211 PS. Die Kraft gelangt wie bei seinen beiden Konzernbrüdern auf die Vorderräder. Ein Druck aufs rechte Pedal genügt, und der kleine Volkswagen setzt sich munter in Bewegung, ohne Schaltpausen, ohne Motorengeräusch und ohne großes Theater. Gerade im Stadtverkehr macht das richtig Spaß, aber auch auf der Landstraße hat der ID. Polo ordentlich Kraftreserven. Überhaupt ist es die unkomplizierte Art, mit der der Wolfsburger punktet. Die Lenkung arbeitet angenehm direkt, das Fahrwerk bietet eine gelungene Mischung aus Komfort und Stabilität, und auch auf schlechteren Straßen bleibt der kleine Stromer gelassen. Der ID. Polo will kein Kurvenräuber sein, lässt sich aber durchaus flott bewegen. Und wer unbedingt sportlicher unterwegs sein möchte, hat ja noch den Raval in der Verwandtschaft. 

Auch in der Heckansicht ganz einfach ein Polo. Mit fescher LED-Leuchtensignatur. Foto: MaW

Lernbereitschaft

Im Innenraum zeigt VW, dass man aus der Kritik an früheren ID-Modellen gelernt hat. Das Cockpit wirkt übersichtlich, die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend, und erfreulicherweise haben auch klassische Tasten wieder ihren Platz gefunden, sodass nicht jede Kleinigkeit über einen Bildschirm geregelt werden muss. Dazu gibt es moderne digitale Anzeigen und ein ordentliches Infotainmentsystem. In der Life Edition ist alles an Bord, was man im Alltag braucht, ohne dass man sich gleich wie im Cockpit eines Raumschiffs vorkommt. 

Reichlich Tasten zur Schnellauswahl. Sowohl hier an der Konsole als auch am Lenkrad. Foto: MaW

Raumeffizienz

Überraschend großzügig präsentiert sich das Platzangebot. Dank des Elektroantriebs und des langen Radstands wird der vorhandene Raum gut genutzt. Vorne sitzt man bequem, hinten finden auch Erwachsene ausreichend Platz, und der Kofferraum bietet mit rund 435 Litern für einen Kleinwagen erstaunlich viel Stauraum. Da geht sich neben dem Wochenendeinkauf auch noch einiges mehr aus.

Ausdauer

Bleibt natürlich die Frage nach der Reichweite. Mit seinem 52-kWh-Akku ist der ID. Polo auch für längere Strecken gerüstet. Die Reichweite liegt je nach Ausführung bei rund 450 Kilometern, im Alltag hängt die tatsächliche Distanz natürlich von Temperatur, Fahrweise und Streckenprofil ab. An einer geeigneten Schnellladesäule lässt sich die Batterie unter optimalen Bedingungen in ungefähr einer halben Stunde von zehn auf 80 Prozent laden. 

Tester Michael Wasshuber im ID. Polo. Foto: MaW

Preiszettel

Der Einstiegspreis für den ID. Polo mit dem kleineren 37-kWh-Akku beträgt knapp 25.490 Euro. Bei Finanzierung ist das ab sofort bestellbare Modell sogar schon ab 19.980 Euro zu haben. Die Topvariante ID. Polo GTI mit dem großen 52-kWh-Akku kommt auf 38.990 Euro, bei Finanzierung erspart man sich aber wieder ein paar Tausender.

VW ID. Polo
Preis:ab Euro 33.790,-
Verbrauch:13,5 -19,9 kWh (Werksangabe)
Leistung:155 kW / 211 PS
Max. Geschw.:160 km/h
Abmessungen:4053 / 1816 / 1530 mm
Gewicht:1576 kg
In drei Worten:Klein, aber oho

alle Fotos: MaW

Autohaus F. Ebner Gesehen und gefahren Volkswagen VW
Michael Wasshuber
Michael Wasshuber

Seit rund 25 Jahren im Medienbereich zuhause – weil Information, Kommunikation und regionale Verbundenheit bei ihm zusammengehören. Aus der Werbeberatung kommend leitet er heute die Obersteirische Rundschau. Seine Wurzeln im Automobilhandel prägen ihn bis heute: Technik und Mobilität sind seine Welt, in die jede Ausgabe mit seinen Auto-Fahrberichten Einblick gibt. Aufgewachsen am Fuße des Hochschwabs, liegt dort mit Familie und Hund Emma sein Rückhalt. Sportlich gern in Bewegung – ob mit Tennisschläger oder auf den Schiern.

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