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Startseite » Rote fordern Landes-Zusage für Kapfenbergs Community Nursing
Politik

Rote fordern Landes-Zusage für Kapfenbergs Community Nursing

Karl Doppelhofervon Karl Doppelhofer25. August 20263 Minuten Lesezeit
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Eine Frau in gestreiftem Kleid und drei Männer in Anzügen stehen auf einem innerstädtischen Platz
Jörg Leichtfried, Stefan Hofer, Monika Vukelic-Auer und Matthäus Bachernegg auf dem Kapfenberger Hauptplatz. Foto: KD
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Die SPÖ pocht auf ein fixes Bekenntnis des Landes Steiermark für eine dauerhafte Co-Finanzierung des Modells Community Nursing in Kapfenberg.

Kapfenberg war 2022 unter jenen Städten, in denen das Beratungs- und Serviceangebot „Community Nursing“ als Pilot gestartet wurde.  Die SPÖ fordert eine gesicherte langfristige Co-Finanzierung des Modells durch das Land Steiermark ein. „Wir hatten 2024 und 2025 schon die Situation, dass wir nicht wussten, wie es mit dem Landesanteil weitergeht, und wir sind jetzt erneut in dieser Lage“, sagte Vizebürgermeisterin Monika Vukelic-Auer bei einem Medientermin, an dem auch Bürgermeister Matthäus Bachernegg, LAbg. Stefan Hofer und der Bezirksparteivorsitzende Jörg Leichtfried teilnahmen. Es geht um einen jährlichen Gesamtbetrag in der Höhe von 200.000 Euro, finanziert zu 60 Prozent vom Land und zu 40 Prozent von der Stadt, das heißt, der Landesanteil sind 120.000 Euro.

Weder Ja noch Nein

„Die vorige Landesregierung hatte sich darauf geeinigt, das Community Nursing nach Auslaufen der Pilotphase langfristig abzusichern, die FPÖ-ÖVP-Regierung hat den Ball leider nicht aufgenommen“, sagte LAbg. Stefan Hofer. „Wir haben im Landtag mehrfach darauf hingewiesen, auch einen entsprechenden Antrag eingebracht“, so Hofer. Wenig erhellend sei auch ein vergangene Woche eingelangtes Antwortschreiben des Gesundheitslandesrates Karlheinz Kornhäusl an die Gemeinde gewesen, wie Stadtchef Bachernegg anmerkte. „Es ist von weiterer Evaluierung die Rede“, sagte der Bürgermeister, es gebe weder ein klares Ja noch ein klares Nein. „Seitens der Stadt bekennen wir uns voll und ganz zum Projekt und auch zu unserem Anteil“, so Bachernegg. Für die Community Nurses selbst (zwei Personen sind in der Funktion in Kapfenberg aktiv, Anm.) sei es natürlich belastend, von einem Jahr aufs nächste nicht zu wissen, ob’s weitergeht.

3200 Beratungen

„In der Pilotphase wurde das Projekt direkt vom Bund finanziert. Und die Länder erhalten nach wie vor 100 Prozent der Kosten aus dem Pflegefonds, aber die Aufteilung liegt jetzt bei ihnen selbst“, fügte Vukelic-Auer an. Das Angebot werde in Kapfenberg sehr gut angenommen. Insgesamt knapp 3200 Beratungen und Informationsgespräche mit 810 Klienten sowie 165 Workshops, Schulungen und Gesundheits-Checks wurden durchgeführt. Der Ansatz entspreche genau dem vom Landesrat propagierten Grundsatz „mobil vor stationär“, deshalb wäre eine Übernahme in die Regelfinanzierung nur logisch, so Vukelic-Auer. „Das Community Nursing gewährleistet einen niederschwelligen Zugang zu Angeboten in Gesundheit und Pflege“, sagte Bezirksparteichef Jörg Leichtfried. Der Wert des Projekts habe sich in Kapfenberg ganz klar gezeigt. „Wenn wir das Gesundheitssystem entlasten wollen, müssen wir genau in solche Bereiche investieren. Denn Vorsorge ist ein wesentlicher Faktor, lange gesund zu bleiben“, so Leichtfried.

Jörg Leichtfried Kapfenberg Karlheinz Kornhäusl Matthäus Bachernegg Monika Vukelic-Auer Stefan Hofer
Karl Doppelhofer
Karl Doppelhofer

Aufgewachsen in Langenwang im Mürztal, jetzt in Bruck an der Mur daheim. Hat sich 1997 als Quereinsteiger in den Journalismus verirrt und nimmer rausgefunden. Redaktionsleiter der Rundschau seit deren Gründung im Jahr 2012.

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