Der neue Mazda CX-5 hat die Vorzüge seiner früheren Generationen konsequent weiterentwickelt. Gewachsen ist er auch.
Man steigt ein, fährt los und merkt sehr schnell: Der neue Mazda CX-5 will nicht alles neu erfinden, und genau das macht ihn auf Anhieb sympathisch. Auf den ersten Blick findet man viel Vertrautes, auch Linie und Proportionen sind typisch Mazda. Erst beim genaueren Hinschauen und beim Gebrauch im Alltag zeigt sich, wie viel sich tatsächlich getan hat.
Mehr Größe
Der CX-5 ist gewachsen, und das nicht zu knapp. Er ist rund 11,5 Zentimeter länger als der Vorgänger, und auch beim Radstand hat er zugelegt, was ihn schon fast in die Nähe des größeren CX-60 bringt. Vor allem in der zweiten Reihe sitzt man dadurch spürbar entspannter, die Kniefreiheit ist deutlich besser geworden. Beim Kofferraum hat Mazda ebenfalls nachgelegt. Hier stehen jetzt 583 Liter zur Verfügung, bisher waren es 522. Klappt man die Rücksitze um, sind sogar über 2100 Liter möglich, was für Familie, Freizeit oder den nächsten Großeinkauf mehr als ausreichend ist.

Massig Touch
Innen geht Mazda einen klaren Schritt in Richtung Zukunft. Hier findet sich ein aufgeräumtes Cockpit mit großem Display und vielen digitalen Funktionen. Das neue Infotainment-System mit Google-Integration arbeitet schnell und zuverlässig, Navigation und Sprachsteuerung sind auf aktuellem Stand. Mazda verabschiedet sich im CX-5 fast vollständig von klassischen Tasten. Der Drehregler ist weg, vieles läuft über Touchbedienung. Das wirkt modern, braucht aber Eingewöhnung. Gerade während der Fahrt wünscht man sich manchmal den schnellen Griff zurück, da war das alte System nicht unbedingt schlechter.

Eine Motorisierung
Beim Antrieb bleibt Mazda bewusst bodenständig. Als Antrieb arbeitet ein 2,5-Liter-Benziner mit 141 PS, unterstützt von einem 24-Volt-Mildhybrid-System, dazu gibt es serienmäßig eine Sechsgang-Automatik. Mehr Optionen gibt es nicht, dafür ist der CX-5 wahlweise mit Front -oder Allradantrieb erhältlich. Die Fahrleistung ist solide, in rund zehn Sekunden geht es von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 187 km/h. Das sind 13 km/h Spitze weniger als beim Vorgänger – für den Betrieb in Österreich komplett irrelevant.
Wenig Stress
Insgesamt fährt sich der CX-5 ruhig, angenehm und unaufgeregt. Gerade im mittleren Drehzahlbereich ist genug Kraft da, um flott mitzuschwimmen. Erst auf der Autobahn merkt man, dass nach oben hin nicht mehr allzu viel Reserve bleibt. Aber seine Stärke liegt ohnehin woanders, nämlich beim Komfort. Das Fahrwerk ist weich abgestimmt, Unebenheiten werden sauber geschluckt, und auch bei höherem Tempo bleibt es angenehm leise im Innenraum. Beim Verbrauch zeigt sich ein realistisches Bild, hier gibt Mazda rund sieben Liter an. Im Alltag landet man zwar eher bei acht bis neun, bei flotter Fahrweise auch darüber, für ein SUV dieser Größe ist aber auch das in Ordnung.

Viele Extras
Preislich startet der neue CX-5 bei rund 36.000 Euro. Die besser ausgestatteten Varianten wie der Homura liegen deutlich darüber, ein gut bestücktes Modell kratzt dann schnell an der 50.000er-Marke. Der optionale Allradler beginnt bei 42.660 Euro. Unterm Strich bleibt der CX-5 das, was er immer war – nur eben ein Stück moderner. Er ist kein Auto für große Auftritte, aber eines, das im Alltag funktioniert, das man schnell versteht und auf das man sich verlassen kann.
| Mazda CX-5 | |
|---|---|
| Preis: | ab Euro 36.880,- |
| Verbrauch: | 7,0 Liter (Werksangabe) |
| Leistung: | 104 KW / 141 PS |
| Max. Geschw.: | 187 km/h |
| Abmessungen: | 4690 / 1892 / 1695 mm |
| Gewicht: | 1711 kg |
| In drei Worten: | Verlässlich wie immer |
alle Fotos: MaW





