Zum Inhalt springen
Close Menu
  • Dahoam
  • Lokales
  • Wirtschaft
  • Politik
  • Motor
  • Sport
    • Fußball
  • Das ist los
  • Die Rundschau
    • Unser Team
    • Die Regionalzeitung
    • Werben in der Rundschau
    • E-Paper
    • Die Erscheinungstermine
    • Downloads
Facebook Instagram LinkedIn TikTok
  • Die Zeitung
  • Unser Team
  • Erscheinungstermine
  • Werben in der Rundschau
  • E-Paper
  • Downloads
Mittwoch, 25. März 2026
Facebook Instagram LinkedIn TikTok
Obersteirische RundschauObersteirische Rundschau
Farbig SW
  • Dahoam
  • Lokales
  • Wirtschaft
  • Politik
  • Motor
  • Sport
    • Fußball
  • Das ist los
  • Die Rundschau
    • Unser Team
    • Die Regionalzeitung
    • Werben in der Rundschau
    • E-Paper
    • Die Erscheinungstermine
    • Downloads
Obersteirische RundschauObersteirische Rundschau
Startseite » „Sprache ist der Schlüssel zur Integration“
Politik

„Sprache ist der Schlüssel zur Integration“

Karl Doppelhofervon Karl Doppelhofer25. März 20264 Minuten Lesezeit
Facebook LinkedIn Email WhatsApp Copy Link
Eine Frau und zwei Männer unterhalten sich an einem runden Glastisch sitzend
Ministerin Claudia Bauer im Gespräch mit Michael Wasshuber und Karl Doppelhofer von der Rundschau. Foto: PA
Teilen
Facebook LinkedIn Email WhatsApp Copy Link

Claudia Bauer, als Kanzleramtsministerin zuständig für Integration, Familie und Europa, im Rundschau-Interview.

Obersteirische Rundschau: Frau Ministerin, jüngste Prognosen sagen speziell den südlichen Bundesländern in absehbarer Zeit das Fehlen zigtausender Fachkräfte voraus. Da wird die Integration zur dringenden volkswirtschaftlichen Notwendigkeit, oder?
Claudia Bauer: Definitiv. Die Integration in den Arbeitsmarkt hat absolute Priorität, und der Schlüssel für gelungene Integration ist die gemeinsame Sprache. Darum  legen wir im verpflichtenden Integrationsprogramm den Fokus darauf, Deutsch zu lernen, arbeiten zu gehen und ab dem ersten Tag die Vorbereitung für die Selbsterhaltungsfähigkeit zu treffen. Und auch darauf, dass unsere Regeln und Werte akzeptiert werden und man sich damit befasst. 

Rundschau: Wie greift es, welche Rückmeldungen kriegen Sie?
Bauer: Es greift prinzipiell sehr, sehr gut. Wir haben ein gut ausgebautes Kurssystem über den österreichischen Integrationsfonds. Was uns fehlt, ist mehr Verbindlichkeit. 2024, für dieses Jahr haben wir die vollständigen Zahlen, hatten wir knapp 10.000 unentschuldigte Deutschkursabbrüche, und knapp 2500 unentschuldigte Abbrüche bei den Werte- und Orientierungskursen. 

Rundschau: Das sind bundesweite Zahlen?
Bauer: Ja, die beziehen sich auf ganz Österreich. Sie zeigen uns eben, dass wir mehr Verbindlichkeit brauchen. Es kostet ja auch viel Geld, das gute Angebot bereitzustellen. Integration ist bisher zu sehr als Einladung verstanden worden, so in dem Sinne: ,Den einen Kurs suche ich aus und den anderen nicht, da schreib’ ich mich ein und dort nicht…‘ Aber es ist eine Pflicht, ganz einfach. Und es braucht Konsequenzen, wenn jemand das nicht absolviert. 

Das ist der schönste Anreiz, den man haben kann: selbstwirksam zu sein und sich und die Familie durch eigene Erwerbstätigkeit zu erhalten.

Claudia Bauer

Rundschau: Sie sprechen von mehr Verbindlichkeit. Wie wäre sie zu erreichen? 
Bauer: Ich glaube, der deutlichste Hebel ist das Geld. Deswegen müssen wir bei der Höhe der Sozialhilfe ansetzen. Wenn Menschen nicht bereit sind, sich zu integrieren, dann sollten wir sie drastisch kürzen. Wie es manche Bundesländer auch schon tun im Rahmen ihrer Möglichkeiten. 

Rundschau: Also eher auf der Sanktionsseite. Ist auf der Anreizseite auch noch Luft? 
Bauer: Es ist umgekehrt doch der Anreiz, dass ich, wenn ich alle meine Kurse absolviere und rasch vorankomme, die volle Höhe an Unterstützung erreichen kann. Beziehungsweise ist das Ziel ja nicht, dass die Menschen dann von Sozialhilfe leben. Sondern, und das ist der schönste Anreiz, den man haben kann: selbstwirksam zu sein und sich und die Familie durch eigene Erwerbstätigkeit zu erhalten.

Claudia Bauer ist in der Bundesregierung für die Ressorts Integration, Familie und Europa zuständig. Foto: PA

Rundschau: Spracherwerb ist auch abseits der Arbeitswelt ein Thema, im Leben zuhause. Die Erwachsenen, die sich um Integration bemühen, die Kinder im Kindergarten und in der Schule erleben die Sprache. Dann kommen sie heim in den Familienverbund, und oft ist es dort die Mama, die kein Wort Deutsch spricht, kaum damit in Berührung kommt. Wie erwischt man sie, die Mama, salopp gesagt?
Bauer: Ich finde es wichtig, dass wir die Rolle der Eltern als Vorbilder stärker hervorheben. Es ist ja in allen Kulturkreisen so, dass man sich für die Kinder wünscht, sie mögen es besser haben, mehr Chancen haben als man selbst. Besonders bei Zugewanderten, die eine Fluchtgeschichte hinter sich haben. Und das kann eben nur erreicht werden, wenn der Schlüssel zur Integration, die gemeinsame Sprache, ernst genommen wird. Was Frauen betrifft, haben wir speziell zugeschnittene Integrationsangebote. Das beginnt bei der Beratung, weil sie ja mitunter aus Kulturkreisen kommen, in denen nicht daran zu denken war, dass die Frau überhaupt eine Ausbildung macht, einen Beruf ergreift. Und wir haben auch Deutschkurse mit paralleler Kinderbetreuung. 

Integration braucht einen sehr sachlichen Zugang, und den bringe ich auch. Es hat keinen Sinn, sehr aufgeregt zu sein in der Sache.

Claudia Bauer

Rundschau: Die Kapazitäten reichen aus?
Bauer: Ja, und da helfen uns auch die niedrigen Asylzahlen. Wir können mit unseren Ressourcen zielgerichtet und gut haushalten. Und es gibt auch ortsunabhängige Angebote. Sprachen lernt man ja heutzutage auch gern per App und online, und das Sprachportal des Integrationsfonds kann ab Tag eins genutzt werden.  

Rundschau: Sehen Sie eine Chance, dass das Thema Integration die starke ideologische Punzierung einmal los wird?
Bauer: Ich glaube, Integration braucht einen sehr sachlichen Zugang, und den bringe ich auch. Es hat keinen Sinn, sehr aufgeregt zu sein in der Sache. Meine Aufgabe als Integrationsministerin ist es, die Rahmenbedingungen für gelungene Integration zu stellen, aber gleichzeitig auch die Teilnahme einzufordern. 

Claudia Bauer
Karl Doppelhofer
Karl Doppelhofer

Aufgewachsen in Langenwang im Mürztal, jetzt in Bruck an der Mur daheim. Hat sich 1997 als Quereinsteiger in den Journalismus verirrt und nimmer rausgefunden. Redaktionsleiter der Rundschau seit deren Gründung im Jahr 2012.

Auch Gerne gelesen

Zwei Männer in Hemd und Sakko, im Hintergrund die Brucker Altstadt mit Schloßberg, Kornmesserhaus und Eisernem Brunnen

Brucker Neos: Stream, Lob und Musik

24. März 2026
Ein Zug auf einem Gleis mit einem Baufahrzeug daneben

Bauarbeiten an der Brucker Schleife

24. März 2026
Eine Frau und ein Mann sitzen an einem Tisch, vor ihnen ein Mikrofon

„Gemeinsam ein Zeichen setzen“

24. März 2026

Schon gelesen?

Ein Gruppe von Kindberg und Jugendlichen mit vielen Medaillen in einem Hallenbad.

Aufs Stockerl geschwommen

25. März 2026
Ein Basketballspieler liegt mit dem Ball in der Hand am Boden.

Niederlage nach elf Siegen in Folge

25. März 2026
Eine Szene aus einem Eishockeyspiel.

Finalniederlage für KSV-Cracks

25. März 2026
Sechs Jugendliche stehen in Judo-Kampfanzügen nebeneinander.

Erfolgreicher Heimwettkampf für den Judonachwuchs

25. März 2026
Eine Frau und drei Männer bei einem Pressegespräch

Bezirk BM: 777.000 Euro für AK-Mitglieder

24. März 2026
Anzeige
Rundumbetreuung Tatjana. Weil es zu Hause am schönsten ist

Über uns


Rundschau Logo Die Obersteirische Rundschau informiert über lokale und regionale Geschehnisse. Gesellschaftliche, wirtschaftliche, politische, kulturelle und sportliche Informationen sowie ein Serviceteil stehen dabei im Vordergrund. Ein besonderes Anliegen ist es dabei, die Stärken und die Leistungsfähigkeit der Region und vor allem der Menschen aufzuzeigen.

Kontakt


Obersteirische Rundschau Medien GmbH
Adresse: Grazer Straße 11, 8600 Bruck an der Mur
Mail: office@rundschau-medien.at
Telefon: +43 3862 8989 250
Facebook Instagram TikTok LinkedIn
© 2026 Obersteirische Rundschau Medien GmbH
  • Cookie-Einstellungen
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutz
  • Impressum
  • AGB

Tippe oben und drücke Enter, um zu suchen. Drücke Esc, um abzubrechen.