Auch wenn der neue Compass in Italien gefertigt wird, so weiß er doch in unverwechselbar echter Jeep-Manier aufzutreten.
Ein Ami made in Italy – so lässt sich der neue Jeep Compass mit wenigen Worten umreißen. Die neue Generation steht als Mild- und als Plug-in-Hybrid sowie auch als reiner Stromer in den Schauräumen. Wir haben uns die Mild-Hybrid-Version vom Autohaus Vogl & Co in Kapfenberg im Test genauer angesehen.
Der Jeep, maskulin
Optisch verbindet der Compass die typischen Jeep-Elemente mit einem sehr modernen Look. Egal, von welcher Seite man das Auto betrachtet, es wirkt sehr bullig und maskulin. Mit dem typischen Kühlergrill und den eckigen Radhäusern wäre es auch ohne Logo sofort als Jeep erkennbar.
Inneres Wachstum
Ein Indiz dafür, dass der Compass auch unwegsameres Terrain durchaus liebt, sind die unlackierten Front- und Heckschürzen, um auf ruppigeren Wegen nichts zu beschädigen. In der Größe hat der Jeep einiges zugelegt. Mit 15 Zentimetern mehr kommt er jetzt auf eine Länge von 4,55 Metern, der Radstand ist sogar um 16 Zentimeter gewachsen. Das sorgt für ausgesprochen gute Platzverhältnisse vorne, hinten und im Kofferraum. Damit empfiehlt sich der Compass ganz klar auch Familien mit hohem Raumbedarf.

Info und Spiel
Im Cockpit setzt Jeep auf moderne Technik. Zum 10,25 Zoll großen Kombiinstrument gesellt sich ein 16-Zoll-Infotainment-Bildschirm. Ein übersichtliches Head-up-Display komplettiert das digitale Dreiergespann. Auch optische Spielereien sind mit an Bord, etwa die Wildspuren auf den Fußmatten oder die markante rote Einfassung des Schalters auf der Mittelkonsole, mit dem die verschiedenen Fahrmodi bis hin zu den Offroad-Programmen eingestellt werden. Der Schalter ist wie auch die Lenkradtasten gummiert und abwaschbar – zur Sicherheit, wenn’s mal dreckig wird.

Drei Fäuste, ein Halleluja
Die Motorisierung des Compass e-Hybrid ist ideal, wenn man sich noch nicht ganz der E-Mobilität verschreiben will, aber trotzdem sportlich und sparsam zugleich unterwegs sein möchte. Der 1,2-Liter-Dreizylinder liefert 136 PS und wird von einem 28 PS starken Elektromotor unterstützt. Die daraus resultierende Systemleistung von 145 PS ist im Alltag auf jeden Fall ausreichend. Schon von unten heraus wirkt der Motor nicht angestrengt und harmoniert sehr gut mit dem serienmäßigen Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Die etwas straffe Abstimmung des Fahrwerks passt ebenfalls gut zum Charakter des Jeeps.
Gefühlt mehr Anriebsräder
Im Offroad-Modus lässt der Compass nahezu vergessen, dass er ein Fronttriebler ist. Wir waren mit ihm gezielt auf schlechter befestigten Routen unterwegs, dort machte er seinem Familiennamen Ehre und meisterte alles mit Bravour. Wer mehr Leistung braucht, kann zum 5000 Euro teureren Plug-In-Hybriden mit 225 PS greifen. Alternativ gibt es den reinen Elektro-Compass mit 213 PS und einer angegebenen Reichweite von 500 Kilometern.

Italo-Western
Bleibt die große Frage: Bauen die Italiener den besseren Ami? Das erinnert an den alten Streit, woher die besseren Western kommen. Dort wie da liegt die Antwort im Auge des Betrachters. Beim Compass haben die Italiener jedenfalls ihre Hausaufgaben gemacht und ein Auto geschaffen, das kaum Schwächen zeigt, auch wenn die Konkurrenz stark ist. Preislich beginnt der Jeep Compass Altitude bei 38.200 Euro. Die von uns gefahrene First Edition mit großartiger Ausstattung wie Matrix-LED Scheinwerfern, leuchtendem Kühlergrill, elektrischer Heckklappe, Lenkrad-und Sitzheizung sowie weiteren Goodies kostet nur 2000 Euro mehr.
| Jeep Compass | |
|---|---|
| Preis: | ab Euro 40.200,- |
| Verbrauch: | 5,6 bis 5,7 Liter (Werksangabe) |
| Leistung: | 107 KW / 145 PS |
| Max. Geschw.: | 195 km/h |
| Abmessungen: | 4552 / 1928 / 1652 mm |
| Gewicht: | 1667 kg |
| In drei Worten: | Klassik trifft Moderne |
alle Fotos: PA





