Mehr Photovoltaik-Sonderfläche für die Voestalpine in Kapfenberg und Leoben, in den meisten Eignungszonen sollen Auflagen schwinden.
Auf der Sandhalde in Leoben-Donawitz und auf der Deponie Emberg in Kapfenberg-Winkl sind seit Herbst 2025 Sonderstandorte für Photovoltaik ausgewiesen, um für die Werke der Voestalpine quasi vor der jeweiligen Haustür Sonnenstrom erzeugen zu können. Jetzt hat die Landesregierung eine Verordnung in Begutachtung geschickt, mit der die Zone auf dem Emberg vergrößert werden soll. Die bisher knapp 30 Hektar sollen auf gut 42 Hektar ausgedehnt werden. Der Verordnungsentwurf liegt bis 24. August zur Stellungnahme auf.
Neue Zone, mehr Tempo
Mit derselben Begutachtungsfrist ist die Ausweisung eines zusätzlichen Sonderstandortes „Emberg Süd“ versehen. Auf der Lamingtaler Seite des Embergs, also im Stadtteil Schörgendorf, sollen 24 Hektar für die Sonnenstromgewinnung festgeschrieben werden. Dritter im Bunde der Verordnungsentwürfe mit Stellungnahmefrist 24. August ist die Steiermärkische Beschleunigungsgebieteverordnung. Sie befreit die drei Sonderstandorte – also neben den beiden auf dem Emberg auch knapp 42 Hektar in Donawitz – und fast alle bisher ausgewiesenen regulären Eignungszonen von Verpflichtungen hinsichtlich Umwelt- und Naturverträglichkeitsprüfung sowie Artenschutzmaßnahmen. Das soll, wie der Name sagt, eine raschere Verfahrensabwicklung gewährleisten.
Ausnahmen
Landesweit sind sieben Zonen von der Beschleunigungsverordnung ausgenommen, das heißt, die bisherigen Auflagen bezüglich Umweltprüfung und Artenschutz gelten dort laut Entwurf auch in Zukunft. Dazu zählen unter anderen die Eignungszone Mürzhofen in Kindberg und die Eignungszone Mötschendorf in Kammern.





