Von 15. bis 22. Juni liegt das Karfreitags-Volksbegehren zur Unterschrift auf. Ein Obersteirer hat es mit eingefädelt.
Seit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Jahr 2019 ist der Karfreitag in Österreich kein gesetzlicher Feiertag mehr; zuvor galt er als solcher für evangelische Christen. Die österreichische Gesetzgebung reagierte darauf mit der Einführung des sogenannten „persönlichen Feiertags“, der frei gewählt werden kann. Ein Volksbegehren verfolgt nun das Ziel, den Karfreitag als fixen Feiertag zurückzuholen, und zwar für alle ungeachtet der Konfession. Unterschreiben kann man das Begehren im Zeitraum von 15. bis 22. Juni in allen Gemeindeämtern sowie online mittels der ID-Austria.
100.000 Unterschriften sind die Schwelle
„8969 Unterstützungserklärungen wären notwendig gewesen, um das Volksbegehren auf den Weg zu bringen. Zusammengebracht haben wir sogar mehr als das Doppelte, nämlich 19.600“, sagt der Kalwanger Helmut Kern, der das Volksbegehren mit initiiert hat. Hauptbevollmächtigter ist der pensionierte Richter und Ex-Politiker Martin Wabl aus der Südoststeiermark. Damit der Inhalt eines Volksbegehrens vom Nationalrat behandelt wird, muss es die Schwelle von 100.000 Unterschriften erreichen. Die genannten Unterstützungserklärungen aus der Einleitungsphase werden automatisch mitgezählt.




