Im Kindberger Volkshaus fand am vergangenen Montag eine Benefizveranstaltung für die Flutopfer in Nepal statt.
Eine sechsköpfige Mürztaler Bergsteigergruppe war im November 2024 im Norden Nepals im Langtang-Tal zu Fuß unterwegs. Ausgangs- und Endpunkt dieser Trekking-Route war der Ort Syabrubesi am Trishuli-Fluss. Dieser Ort wurde fast völlig von der Sturzflut am 26. August 2026 zerstört. „Unser Hotel, in dem wir gewohnt haben, das wurde weggeschwemmt“, erklärt Andreas Steininger. Er und seine damaligen Trekking-Gefährten haben spontan beschlossen, mit einem Vortragsabend im Volkshaus Kindberg Spendengeld für die schwer getroffene Region aufzustellen. Allein an diesem Abend kamen rund 4300 Euro herein, weitere Spenden wurden angewiesen. Andreas Steininger zeigte beim Vortragsabend Bilder von insgesamt vier Nepal-Reisen.
Videoschaltung nach Nepal
Partner der Hilfsaktion in Nepal ist Shiba Rijal, er leitet die Agentur „Life Himalaya Trekking“ und er hat bislang sämtliche Nepalreisen der Mürztaler Bergsteiger organisiert. Er hat zwölf Jahre in Bad Aussee gelebt und gearbeitet und sich danach die Trekking-Agentur in Kathmandu aufgebaut. „Es wurden viele Dörfer, Straßen und Brücken völlig zerstört. 27 Brücken in dieses Tal wurden vernichtet, dadurch ist es für die Rettungskräfte extrem schwierig, in die betroffenen Orte zu kommen und Verletzte abzutransportieren. Zum Glück waren keine Mitarbeiter und Kunden von mir betroffen, aber zu einigen Geschäftspartnern aus dieser Region gibt es keinen Kontakt mehr“, berichtet er. „Auch die Brücke und Straße zu meinem Heimatdorf wurden weggespült, der Ort ist auch nach Tagen noch nicht erreichbar“, schilderte Shiba Rijal in einer Videoschaltung nach Kathmandu.

So wird geholfen
Der Ausseer Bergretter Markus Raich fliegt alsbald zusammen mit Shiba Rijal mit einem Helikopter ins Katastrophengebiet, um Hilfsgüter direkt zu den Betroffenen zu bringen. Die Mürztaler Bergsteiger schließen sich bei dieser Aktion mit den Ausseern Bergrettern zusammen, das gesammelte Geld wird für den Ankauf der notwendigen Hilfsgüter direkt vor Ort verwendet.





