Zehn Jahre spielte der Thörler Verteidiger Lukas Graf beim GAK, von der Oberliga bis in die Bundesliga. Nun wechselte er zum Regionalliga-Ost-Meister SV Gloggnitz.
Der 31-jährige Lukas Graf bringt reichlich Erfahrung aus dem österreichischen Profifußball über den Semmering mit nach Gloggnitz. Der 1,90 m große Innenverteidiger stand seit 2016 beim Grazer AK unter Vertrag und entwickelte sich dort zu einer konstanten Größe in der Verteidigung. Mit seiner Physis, Kopfballstärke und Routine soll Graf künftig der Gloggnitzer Defensive die notwendige Stabilität verleihen und den bisherigen Abwehrchef Raphael Holzhauser ersetzen. In der vergangenen Saison konnte Gloggnitz etwas überraschend den Meistertitel der Regionalliga Ost holen. Nachdem der Rückstand im Herbst bereits zwölf Punkte betrug, verzichtete Gloggnitz aber auf den Aufstieg in die zweite Liga. Noch im Jahr zuvor konnte die Stössl-Elf den Abstieg in letzter Sekunde abwenden.
Eine Karriere auf Raten
Schon mit vier Jahren hat Lukas Graf in Thörl seine ersten Fußballschuhe zerrissen, an die Anfänge erinnert er sich gerne zurück: „Martin Maierhofer war mein erster Trainer, mein Papa war aber der beste Trainer“. Aber es war ein harter Weg, zuerst von Thörl nach Kapfenberg, danach haben sich Verletzungen eingeschlichen. Das Fortgehen machte Spaß, so hatte er seine Karriere mit 19 Jahren zwischenzeitlich an den Nagel gehängt und ging als Drahtzieher zur Firma Pengg. Dabei hat er bereits mit 18 Jahren sein Zweitliga-Debüt beim KSV gegeben. Ab Herbst 2014 schnürte Graf wieder bei seinem Heimatverein Thörl in der Unterliga seine Fußballschuhe – dazu überredet wurde er beim Arbeiten, er solle es doch nochmal mit Fußball versuchen. 2016 zog der damals 22-jährige Kicker aus privaten Gründen nach Graz, kurz darauf wurde er vom damaligen Unterliga-Verein GAK kontaktiert und ab der Oberliga war Graf fixer Bestandteil des GAK.
Von einem Highlight zum Nächsten
Gemeinsam mit dem GAK ging es für Lukas Graf wieder Liga für Liga hoch bis in die österreichische Bundesliga. Nach dem Meistertitel 2023/24 in der zweiten Liga kehrte der Traditionsverein nach 17 Jahren Abwesenheit wieder in die höchste Spielklasse zurück. „Das gehörte sicher zu den sportlichen Highlights, dazu kam privat die Geburt meines Sohns im August“, sagte der stolze Papa. Insgesamt konnte Graf vier Aufstiege (von der Oberliga bis zur Bundesliga), 200 Pflichtspiele und elf Tore verbuchen. „Nach zehn wunderschönen Jahren werde ich den GAK leider verlassen. Ich habe in dieser Zeit so viele wunderbare Menschen kennenlernen dürfen und viele neue Freundschaften geknüpft. Wir alle können richtig stolz sein, was wir bis jetzt erreicht haben, ich bin es auf jeden Fall. Danke an alle, die mich auf dem Weg in die Bundesliga unterstützt haben. Danke an die Fans, die uns immer unterstützt haben. Danke an die ehrenamtlichen Mitglieder, Arbeiter und Unterstützer, die den Verein von null wieder aufgebaut haben – ohne euch wäre das alles niemals möglich gewesen. Und ein ganz besonderer Dank geht an meine Familie, die mich auch in den schwierigsten Zeiten immer mental unterstützt hat, ich liebe euch“, sagte Graf zum Abschied. Der Thörler ist nicht der einzige Hochsteirer, der zum SV Gloggnitz wechselt, auch Jan Steinhuber vom DSV Leoben, der ebenfalls seine Ausbildung beim KSV 1919 absolvierte hatte, spielt nun beim Regionalliga-Ost-Meister.




