Der im Mürztal beheimatete Fußballfanklub „Blutgruppe Rot Weiß Rot“ ist bei der WM in Amerika stark vertreten.
Gemeinsam mit vier Freunden gründete Martin Wachter im Jahr 2012 den im Mürztal beheimateten Fußballfanklub „Blutgruppe Rot Weiß Rot“. Seit damals ist der Fanklub bei jedem Match der österreichischen Nationalmannschaft live im Stadion dabei, um Arnautovic, Alaba und Co. lautstark zu unterstützen. Zu den Höhepunkten zählten immer wieder die Reisen zu den Auswärtsspielen des ÖFB-Teams oder die Teilnahmen an Großveranstaltungen. „Bis dato waren die drei Europameisterschaften, wofür sich das ÖFB-Team qualifizieren konnte, die absoluten Höhepunkte“, erzählt Vereinsobmann Martin Wachter.
Erwartungen wurden weit übertroffen
Mit der Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA wird auch für die Fans ein neues Kapitel aufgeschlagen. „Damit wird ein nächstes Puzzlestück für uns wahr. Dann haben wir als Blutgruppe alle möglichen Großereignisse miterlebt. Im Schnitt werden bei den drei Vorrundenspielen Österreichs achtzig Leute von der Blutgruppe dabei sein. Das ist ein Wahnsinn. Im Vorfeld haben wir mit fünfzehn bis zwanzig Leuten spekuliert, dadurch war die Ticketvergabe und Planung ein bisschen herausfordernder als wir dachten. Aber wir haben alles geschafft und jeder hat sein Ticket bekommen“, sagt Wachter.

Alcatraz, Grand Canyon und JFK
Zu den größten Herausforderungen zählten neben dem Erhalten der Einreisegenehmigungen auch das Planen der Flüge und das Buchen der Hotels. Auch diese Aufgaben konnten Martin Wachter und sein Organisationsteam positiv erledigen. „In San Francisco war es relativ einfach etwas zu finden, dort gibt es ein großes Angebot. Dafür sind in Las Vegas die Hotelpreise um die Hälfte billiger. In Dallas war es schwieriger, denn dort ist es extrem teuer“, sagt Wachter, dessen Vorfreude auf diese Reise von Tag zu Tag steigt: „Wir haben auch verschiedenste Ausflüge geplant. Unter anderem werden wir die Gefängnisinsel Alcatraz besuchen. Ein Teil von uns wird sogar über den Grand Canyon fliegen. In Dallas werden wir uns sicher den Platz, wo John F. Kennedy erschossen wurde, ansehen.“
Ein Blog für Fußballfans
Einer der in Amerika live dabei sein wird ist Thomas Schickl. Der 36-jährige Brucker hat unlängst auf Instagram seinen Kanal „stadiontomontour“ erstellt. „Ich habe relativ viele Rückmeldungen zu unserer bevorstehenden USA-Reise bekommen. Wir werden fünf Bundesstaaten und sechs Großstädte besuchen, da haben viele Leute gesagt, dass ich Fotos und Videos schicken soll. So kam mir die Idee von einem eigenen Blog“, erzählt Schickl. Seine Geschichten von der Weltmeisterschaft sollen keine einmalige Sache bleiben. „Ich möchte künftig auch die aktive Fanszene den Leuten näher bringen – oder zeigen, wie eine Reiseplanung abläuft, was für ein Aufwand und welche Kosten dahinter stecken. Wie eine Choreographie entsteht oder einfach Sightseeing-Tipps geben“, sagt Schickl, denn die im Herbst anstehenden Reisen zu den Nations-League-Spielen nach Irland und Kosovo haben die „Blutgruppler“ schon gebucht.





