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Startseite » Café Max: Ein cremiger Impuls für Kindberg
Lokales

Café Max: Ein cremiger Impuls für Kindberg

Markus Hacklvon Markus Hackl20. Mai 20266 Minuten Lesezeit
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Ein modern gestalteter Raum mit bequemen Sitzmöbeln und Kunstobjekten.
Die neu gestaltete Lounge als komfortables Schmuckstück im Café Max. Foto: Hackl
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Die Unternehmerfamilie Gruber hat das 2024 geschlossene Café Fritz in der Kindberger Innenstadt kürzlich wiedereröffnet.

Das neu eröffnete „Café Max“ in der Kindberger Fußgängerzone stellt eine Bereicherung des gastronomischen Angebots in der Region dar. Die Inhaberfamilie Gruber setzt damit neue Impulse für die Stadtentwicklung.

Frequenzbringer fürs Stadtzentrum

Das Stadtcafé Fritz war seit 1899 über Jahrzehnte hinweg bekannter Dreh- und Angelpunkt im Kindberger Stadtzentrum. Im Juni 2024 sperrte Inhaber Jörg Fritz das Café zu, seitdem fehlte dem Kindberger Zentrum ein wichtiger Frequenzbringer. Ein Familienbetrieb aus Kindberg hat sich nun ein Herz genommen und das Kaffeehaus kürzlich wieder aufgesperrt. Markus Gruber ist zusammen mit seiner Familie als Maler, Raumausstatter und Farbenfachhändler in Kindberg tätig – und jetzt auch als Kaffeehausbesitzer. „Die Zeit war reif, etwas Neues zu tun, und die Gastronomie hat mich immer schon gereizt“, erzählt Markus Gruber. „Uns hat die Ausdünnung des Kindberger Stadtzentrums wirklich weh getan, deshalb wollten wir etwas Entscheidendes zur Belebung beitragen. Es war eine glückliche Fügung, dass wir mit Jörg Fritz zusammengefunden haben“, sagt Martina Gruber, die ab sofort mit Fachgeschäft und Kaffeehaus auf „zwei Kirtagen“ tanzt.

Herz- und Schmuckstück im Cafe Max ist die neu und kunstvoll gestaltete Lounge. Foto: Hackl

Die Zukunftspläne

Den Malermeisterbetrieb werden in naher Zukunft die Kinder Sebastian und Sophie Gruber weiterführen. „Sebastian ist bereits zusammen mit mir Geschäftsführer der Gruber GmbH, auch das Kaffeehaus wird Teil dieser Gesellschaft sein“, klärt Markus Gruber über das neue Geschäftsmodell auf. Im Testlauf soll das Kaffeehaus von Sonntag bis Freitag vorerst von 8 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 7 bis 19 Uhr geöffnet haben. Das „Café Max“ wird als klassisches Kaffeehaus geführt, mit einem Frühstücksangebot bis 13 Uhr. „Wir nehmen bewusst die Mittagszeit mit, um auch eine Möglichkeit für eine Zwischenmahlzeit anbieten zu können“, sagt Markus Gruber.

Die Fassade wurde ebenfalls komplett neu gestaltet. Foto: Gruber

Viele Hausaufgaben

Von der Unterschrift des Pachtvertrages bis zur Eröffnung waren noch unzählige „Hausaufgaben“ zu erledigen. Die Küche wurde erneuert, ebenso wurden einige Änderungen im Innenbereich vorgenommen, zudem kamen neue Gastgartengarnituren hinzu. „Im Innenbereich und an der Fassade spürt man deutlich, dass wir eine Malerfamilie sind. Besonders stolz bin ich auf die Ausgestaltung der neuen Lounge, in der die Gäste auch frühstücken können“, sagt Markus Gruber, der beim Umbau ausschließlich auf heimische Betriebe gesetzt hat. „Ich bin selbst Unternehmer und weiß daher, was unsere Handwerksbetriebe leisten und welche erstklassige Qualität sie abliefern. Und wenn es etwas Auszubessern gibt, dann sind sie sofort greifbar. Das kann kein Preisunterschied je ausgleichen“, sagt der neue Kaffeehausbesitzer.

Bis zur Eröffnung am 14. Mai waren viele handwerklichen Hausaufgaben zu erledigen. Foto: Gruber

Ein Umbau ohne Probleme

Große Überraschungen gab es beim Umbau keine. „Der Altbestand war in einem guten Zustand. Die große Herausforderung war, das Bestehende auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Auch galt es, den Stil des Altbestandes an unseren neuen, modernen Stil harmonisch anzupassen. Betritt man das Kaffeehaus, soll alles wie aus einem Guss erscheinen“, sagt Markus Gruber, der auch selbst hinter dem Tresen steht und die Gäste bedient. „Ich hoffe doch, dass man mir als Quereinsteiger so manchen Fehlgriff anfangs nachsehen wird“, sagt er. Dafür war die Suche nach Mitarbeitern nicht schwierig, das achtköpfige Team war rasch gefunden.

Das Cafe Max, früher das Stadtcafe Fritz, liegt in der Fußgängerzone im Stadtzentrum von Kindberg. Foto: Hackl

Flexible Planung

Bei Öffnungszeiten, kulinarischem Angebot und einem etwaigen Rahmenprogramm zeigt man sich im Hause flexibel. „Wichtig ist, dass sich etwas in Kindberg bewegt. Je nach Nachfrage und Bedarf werden wir uns bestmöglich anpassen“, gibt sich der Neo-Gastwirt voller Tatendrang und hofft, dass das neue gastronomische Angebot auch von der Bevölkerung angenommen wird. „Die Zeit des Jammerns sollte vorbei sein. Es ist an der Zeit, Taten zu setzen“, sagt er.

Inhaber Markus Gruber begrüßte mit Viktoria seinen allerersten Gast im neuen Cafe. Foto: Hackl

Malerbetrieb wird weitergeführt

Daneben wird aber natürlich auch der Malerbetrieb weitergeführt. Er wurde 1969 von Manfred und Renate Gruber in Kindberg gegründet. Mit der Meisterprüfung von Markus Gruber 1991 und seinem Eintritt ins Familienunternehmen wurden frühzeitig die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung gestellt. Mittlerweile ist bereits die nächste Generation im Unternehmen aktiv. Sebastian Gruber wurde 2017 Berufsweltmeister bei den „World-Skills“ in Abu Dhabi, absolvierte 2019 die Meisterprüfung und ist seit 2020 fixer Bestandteil des Unternehmens. Sophie Gruber legte 2022 ihre Meisterprüfung ab und verstärkt seither ebenfalls das Unternehmen. Martina und Rebecca kümmern sich um das Büro und die Finanzen.

Sebastian Gruber legte beim Umbau fleißig mit Hand an. Foto: Gruber

Sauberes Handwerk

Der Leistungsschwerpunkt der Gruber GmbH liegt in der Sanierung von Wohnungen und Häusern – von Boden, Wand und Decke bis hin zu Trockenbau, fachgerechtem Untergrundaufbau, hochwertiger Malerei, Effekttechniken, Lackierungen, Fassaden, Bodenverlegung und Sonnenschutzlösungen. Daneben ist das Unternehmen auch in der Industriesparte aktiv. „Seit der Gründung durch meinen Vater Manfred stand unser Betrieb für sauberes Handwerk, Verlässlichkeit und Qualität – Werte, die bis heute das Fundament unseres Handelns bilden“, sagt Markus Gruber.

70 Lehrlinge in 55 Jahren Unternehmensgeschichte

Ein besonderes Anliegen des Familienbetriebes ist die Lehrlingsausbildung. In mehr als 55 Jahren Unternehmensgeschichte wurden rund 70 Lehrlinge ausgebildet – mit einem stetig steigenden Anteil an weiblichen Fachkräften. „Nachwuchsförderung verstehen wir als Verantwortung gegenüber dem Handwerk und der Zukunft unseres Berufs“, sagt Mit-Geschäftsführer Sebastian Gruber.

Neo-Cafetier Markus Gruber bei seiner Eröffnungsansprache. Foto: Hackl

Eröffnung Café Max

Am Vorabend des Christi-Himmelfahrts-Tages eröffnete die Familie Gruber mit dem „Cafe Max“ ihr eigenes Kaffeehaus. „Damit hat sich ein langgehegter Traum von mir erfüllt und wir haben dadurch unseren Betrieb auch breiter aufgestellt“, erklärte Malermeister und Neo-Cafetier Markus Gruber die Beweggründe für den Einstieg in die Gastronomie. Ein Vorhaben, das bei Bürgermeister Christian Sander für Wohlgefallen sorgt:  „Es braucht gemeinsame Anstrengungen, um unser Zentrum zu beleben und dazu braucht es ganu solche Menschen wie Markus Gruber.“ Ein großes Versprechen gab Markus Gruber ab: „Ich werde das Cafe mit viel Liebe und Hingabe führen.“

Die Familie Gruber mit Ehrengästen bei der Eröffnung des Cafés Max. Foto: Hackl

Am Umbau beteiligte Firmen sowie Lieferanten und Dienstleister

  • Wildscheck Lacke
  • Design und Möbelwerkstätte Walter Perner
  • Fasching Installationen
  • Steinmetzbetrieb Matschy
  • STO GmbH
  • Baustoffe Schilowsky
  • Sonnhaus
  • Gartenmöbel Oase
  • E-Werk Kindberg
  • Transgourmet
  • May Way
  • Net & Web Consulting
  • Nero Interiors
  • Tomberger Kühlkost
  • Bäckerei Konditorei Fuchs
  • Gösser Bier
  • Weingut Reiterer
  • La Eis – Eisproduktion aus der Stanz
  • Raiffeisenbank Mürztal
  • Farb+Raum Design Gruber
Baureportage Cafe Max Kindberg Malerei Gruber
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Markus Hackl

Der Kindberger ist seit knapp 25 Jahren journalistisch in der Obersteiermark aktiv und seit 2025 als freiberuflicher Journalist tätig, unter anderem für die Rundschau. In seiner Rubrik "Hackl trifft" lädt er Menschen zum Gespräch, die in der Region viel bewegen und entsprechend etwas zu erzählen haben.

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