4,4 Millionen Euro flossen in das neue Eisenerzer Rüsthaus an der B115. Die Feuerwehr lädt am 22. Mai zum Eröffnungsfest.
Das neue Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Eisenerz wird am Freitag, dem 22. Mai, mit einer Feier für die ganze Familie eröffnet, der offizielle Festakt findet um 14 Uhr statt.
Ende Februar bezogen
In das Projekt direkt an der Bundesstraße sind rund 4,4 Millionen Euro geflossen. Schritt eins war der Abriss der ehemaligen Giwog-Liegenschaft Vordernberger Straße 30 bis 36, um Platz für die neue Einsatzzentrale zu machen. Der Spatenstich zur Errichtung des Rüsthauses erfolgte im März 2025, die Dachgleiche konnte keine fünf Monate später gefeiert werden. Auch der Innenausbau lief plangemäß, und Ende Februar konnte die FF Eisenerz ihre neue Heimstätte beziehen. Die bisherige Hauptwache beim Rathaus wird gerade umgebaut und künftig von der Bergrettung genutzt.

Steirische Partner
An der Errichtung des Rüsthaus-Neubaus an der B115 haben zahlreiche steirische Unternehmen mitgearbeitet. Geleitet wurde die Umsetzung von der Firma Porr am Standort Kapfenberg in der Rolle des Totalunternehmens. Weitere weiß-grüne Partner waren unter anderen das mit der Planung betraute Büro Planmas GmbH aus Markt Hartmannsdorf und die Dr. Maitz GmbH, deren Team Fenster samt Fensterbänken sowie Sonnen- und Insektenschutz montiert hat.
Funktionalität
Die Feuerwehr selbst war in die Konzeption des Rüsthauses eng mit eingebunden, wie Kommandant Gernot Neumann bei einem Rundgang durch die neue Einsatzzentrale erklärt: „Oberste Prämisse war, dass das haus möglichst funktional strukturiert sein muss.“ Was direkt mit dem Einsatzbetrieb zu tun hat, ist im Erdgeschoss angesiedelt, Verwaltung sowie Schulungsbereich befinden sich im ersten Stock. Zwischen Fahrzeughalle und Umkleiden befindet sich eine Schmutzschleuse samt Schuhwaschanlage. Die Spinde in den Umkleiden sind doppelt ausgeführt und erlauben ein im Wortsinn sauberes Handling von Einsatz- und Privatkleidung. Einsatzmonitore halten die Mannschaft auf dem Laufenden, auf den ersten davon fällt der Blick unmitelbar beim Betreten des Gebäudes. Der Schlauchturm des neuen Rüsthauses kann auch als Trainingsstätte fürs Üben von Bergungen aus der Höhe genutzt werden.

66 aktive Feuerwehrleute
Beheizt wird das neue Rüsthaus per Fernwärme, Photovoltaikpaneele auf dem Dach liefern Strom aus Eigenproduktion. Die große Mannschaftsküche ist auch als Versorgungseinheit im Katastrophenfall gedacht. Der Schulungsraum und der Jugendraum sind durch eine flexible Wand getrennt und können im Bedarfsfall für größere Veranstaltungen zusammengelegt werden.Die Freiwillige Feuerwehr Eisenerz hat laut Kommandant Neumann aktuell 88 Mitglieder inklusive Reserve und Jugend, 66 sind im Aktivstand. Fünf der aktiven Florianis sind Frauen, der Feuerwehrjugend gehört aktuell ein Mädchen an.





