In der Gebietsliga Mürz feierte der SC Gußwerk gegen den UFC Mariazell einen hart umkämpften Derbysieg. Bei herrlichem Frühsommerwetter wurde am Ende der „Gußwerker-Walzer“ getanzt.
SC Gußwerk – UFC Mariazell 2:0 (1:0)
Es war alles angerichtet für ein tolles Derby, der Tabellendritte SC Gußwerk hatte den Spitzenreiter UFC Mariazell zu Gast. Eine tolle Kulisse mit mehr als 450 Zusehern, traumhaftes Frühlingswetter und ein Derby, das wahrlich nichts vermissen ließ. Die Gäste aus Mariazell legten gleich gehörig los, drei Minuten waren gespielt, da tauchte nach einem Abspielfehler Jan Gruber vor Gußwerk-Goalie Alexander Burda auf, der denn Schuss noch abwehren konnte. Nur eine Minute später war es wieder Gruber, der knapp scheiterte.

Es dauerte ein wenig, bis die Gußwerker in das Spiel fanden. Nach dem ersten Angriff in der 14. Minute folgte ein Eckball und Manuel Schmidberger schraubte sich in die Höhe und sein wuchtiger Kopfball klatschte an die Latte. Nun waren auch die Heimischen im Spiel und der offene Schlagabtausch konnte beginnen. Wer weiß wie das Spiel weiter verlaufen wäre, hätte der Ball von Mariazell-Stürmer Paul Habarugira den Weg von der Innenstange nicht wieder in das Spiel zurück gefunden, aber es blieb bis zur 30. Minute beim 0:0. Dann war es aber soweit, die Mariazell-Abwehr konnte den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen, Andrej Rakuciak schaltete am schnellsten, sein Schuss landete im Tor – 1:0.

Mit diesem 1:0 ging es auch in die Pause. In der zweiten Halbzeit legte der UFC Mariazell noch einen Gang zu. Während die Gußwerker nun völlig in der Defensive waren, zeigten die Gäste vor allem durch spielerische Akzente auf. Immer wieder waren es Gruber und Shpresim Rudaj, die über die Seiten zum Erfolg kommen wollten. In der 57. Minute war es wieder Gruber, dessen Ball einfach nicht in das Tor fand.

Die Gußwerker wurden in der Defensive eingeschnürt, Mariazell drückte auf den Ausgleich. Das Spiel wurde etwas härter, jedoch nicht unfair. Schiedsrichter Jasmin Mehmedinovic hatte das Spiel ständig im Griff und ließ keine Unruhe aufkommen. In den letzten Minuten wurde es nochmals richtig spannend, Eckbälle und Freistöße der Mariazeller am laufenden Band, aber der Ball wollte nicht in das Tor. Es hatte den Anschein, das Spiel könnte noch 90 Minuten so weitergehen, die Mariazeller würden an diesem Tag nicht in das Tor treffen. Besser machten es die Heimischen, in der Nachspielzeit ein weiter Ball auf Stefan Prumetz. Dieser lief allen davon, stand alleine vor Mariazell-Goalie Michael Pfatschacher, legte aber seelenruhig auf den mitgelaufenen Manuel Schmidberger auf, der zum 2:0 einnetzte. Nun kannte der Jubel keine Grenzen mehr, der Gußwerker-Walzer wurde gesungen und getanzt und der Schiedsrichter beendete die Partie.

Gußwerk-Sektionsleiter und Torschütze zum 2:0, Manuel Schmidberger, war natürlich überglücklich: „Es wurde der erwartete Fight gegen Mariazell. Wir haben dagegen Gehalten und hatten heute auch das nötige Spielglück auf unserer Seite was bis jetzt in der Frühjahrssaison nicht der Fall war. Gratulation an meine Mannschaft, sie hat heute alles am Platz gelassen. Natürlich freue ich mich auch über mein Tor in der Nachspielzeit, es ist immer ein besonderes Gefühl im Derby zu Treffen. Danke an dieser Stelle nochmals an meinen Kapitän, der quer gelegt hat auf mich und ich musste nur mehr Danke sagen.“ Enttäuscht war natürlich Mariazell-Trainer Damian Misan: „Wenn du deine Chancen nicht nutzen kannst, wirst du bestraft. Und genau das ist passiert. Gratuliere Gußwerk zum Derby-Sieg. Der Kampf um den Meistertitel geht weiter. “ Jan Gruber, der einige Chancen vorfand, brachte das Spiel auf den Punkt: „Wir waren spielerisch klar besser, aber wenn man die Chancen nicht nutzt, dann hat man es auch nicht verdient“. Daniel Reiter, Co-Trainer SC Gußwerk zum Spiel: „Wir wussten, dass sie gute Spieler haben. Unser Plan war es, die Mitte dicht zu machen und die drei bis vier Spieler aus dem Spiel zu nehmen. In den ersten 15 bis 20 Minuten haben wir glücklicherweise kein Tor bekommen – da hat uns unser Tormann im Spiel gehalten. Nach unserem 1:0 haben wir dann kaum noch etwas zugelassen. Wir hatten gute Möglichkeiten, das Spiel früher zu entscheiden. Dass wir dann in der 93. Minute das 2:0 gemacht haben, war für unsere Fans und die Mannschaft ein überwältigendes Gefühl.“ Am Samstag hat der UFC Mariazell den ATuS Langenwang zu Gast, der SC Gußwerk muss ebenfalls am Samstag (beide 17 Uhr) zum SVU Mautern.





