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Startseite » Von der Muse geküsst
Motor

Von der Muse geküsst

Michael Wasshubervon Michael Wasshuber13. März 20263 Minuten Lesezeit
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Ein schwarzes Auto der Kompaktklasse fährt auf einer Straße von links nach rechts, im Hintergrund eine Betonwand
In schwarzer Lackierung hat die Front des neuen Clio beinahe schon etwas Martialisches. Foto: PA
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Der Renault Clio ist nach einer griechischen Muse benannt und weiß in seiner sechsten Generation auf ganzer Linie zu überzeugen.

Schön wie ein Italiener, technisch gut wie ein Deutscher und doch so charmant wie ein echter Franzose präsentiert sich der neue Renault Clio Full-Hybrid. Das leicht gewachsene Modell steht nun bereits in sechster Generation in den Schauräumen und bestätigt das geflügelte Wort, dass neuer immer schöner ist, denn die aktuelle Auflage überstrahlt den Vorgänger sichtlich, ohne dabei die Clio-DNA zu verlieren. 

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Entschlossener Blick

Von seinen Maßen her ist der Franzose um sieben Zentimeter in die Länge, vier in die Breite und einen in die Höhe gewachsen. Die Optik ist rundherum einfach nur als cool zu bezeichnen. Vorne überzeugt er mit einem entschlossenen Blick, hinten mit einem markanten Heck. Im Innenraum gibt es weniger Spektakel, dafür aber viel Qualität. Platz bietet der Clio ein wenig mehr als bisher. Vorne sitzt man ausgesprochen bequem, hinten möchte man jedoch als großgewachsener Passagier auch in dieser Generation keine weite Reise unternehmen. 

Stimmiges Cockpit, die wichtigsten Funktionen auf Tasten statt in Untermenüs. Foto: PA

Konsequente Bedienung

Das Cockpit mit zwei großen Screens ist gut gelungen. Trotz fortschreitender Digitalisierung gibt die Bedienung keine Rätsel auf, der Touchscreen bietet simple Menüs, und dankenswerterweise ist die Klimaanlage über eigene Knöpfe zu steuern. Das Infotainment bietet Google Features, zudem stehen bis zu 100 Apps zum Download bereit. 

Starke Sparsamkeit

Den neuen Renault Clio gibt es in zwei Motorvarianten, zum einen den 115 PS starken Benziner mit Handschaltung oder Automatik sowie die von uns gefahrene Full-Hybrid-Version mit 1,8-Liter-Aggregat und E-Motor mit einer Systemleistung von knapp 160 PS. Dass es sich nicht um einen Mildhybriden mit E-Hilfe, sondern einen Vollhybriden handelt, ist deutlich zu spüren. Verblüffend oft fährt er rein elektrisch, und das nicht nur in der Stadt. Insgesamt bietet der Antrieb nicht den kleinsten Anlass zu Kritik. Der Clio agiert sehr flott und gerade im E-Modus sehr geschmeidig, der Benziner schaltet sich bei Bedarf angenehm sanft dazu. Ein Normverbrauch von 3,9 Litern auf 100 Kilometer macht den Renault zu einem der sparsamsten Kleinwagen auf dem Markt.

Markantes Heck, das Leuchtendesign mutet italienisch an. Foto: PA

Große Reichweite

Dermaßen aufgerüstet sind auf der Autobahn im Lieblingsnachbarland bis zu 180 km/h möglich, was dem Clio einen erfreulich erwachsenen Auftritt verleiht. Im Stadtverkehr fühlt er sich dafür umso quirliger an und gaukelt sogar den Eindruck eines reinen Elektroautos vor. Dank der Energierückgewinnung beim Bremsen, etwa vor der roten Ampel, legt er bis zu 80 Prozent aller urbanen Strecken rein elektrisch zurück. Dabei beschleunigt er so gut wie ein E-Auto und ist auch genauso leise, nur dass er eben bis zu 1000 Kilometer ohne Boxenstopp schafft. 

Verlockender Einstieg

Der neue Clio ist ein durchwegs gelungener moderner Kleinwagen und ideal für jene, die noch nicht bereit für die vollelektrischen Renault-Modelle R4 und R5 sind. Der Vollhybrid ermöglicht einen sanften Einstieg in die E-Mobilität und macht den Clio dabei preislich überschaubar anspruchsvoll. In der Ausstattungslinie Evolution kostet der neue Clio als Benziner mit Handschaltung 19.990 Euro, mit Doppelkupplung 21.490 Euro. Der Hybrid beginnt preislich bei 24.490 Euro, der von uns gefahrene Esprit Alpine-Hybrid bei 28.490 Euro.

Die vorderen Sitze sind ausgesprochen bequem. Foto: PA
Renault Clio Hybrid
Preis:ab Euro 24.490,-
Verbrauch:3,9 bis 4,1 Liter (Werksangabe)
Leistung:116 KW / 158 PS
Max. Geschw.:180 km/h
Abmessungen:4116 / 1768 / 1451 mm
Gewicht:1271 kg
In drei Worten:Größer, schöner, besser

alle Fotos: PA

Autohaus Vogl Niklasdorf Gesehen und gefahren Renault
Michael Wasshuber
Michael Wasshuber

Seit rund 25 Jahren im Medienbereich zuhause – weil Information, Kommunikation und regionale Verbundenheit bei ihm zusammengehören. Aus der Werbeberatung kommend leitet er heute die Obersteirische Rundschau. Seine Wurzeln im Automobilhandel prägen ihn bis heute: Technik und Mobilität sind seine Welt, in die jede Ausgabe mit seinen Auto-Fahrberichten Einblick gibt. Aufgewachsen am Fuße des Hochschwabs, liegt dort mit Familie und Hund Emma sein Rückhalt. Sportlich gern in Bewegung – ob mit Tennisschläger oder auf den Schiern.

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