Was es mit den alljährlichen Trophäenschauen auf sich hat. Plus: Alle Termine im Verbreitungsgebiet der Rundschau.
Kurz vor Abschluss des Jagdjahres mit Ende März stehen in allen Jagdbezirken die Trophäenschauen auf dem Programm (Termine in der Region im Link am Ende des Beitrags). Diese für jedermann zugänglichen Rückblicke sind nicht bloß Leistungsschauen, sondern in Bezug auf einzelne Wildarten gesetzliche Pflichtveranstaltungen. Männliches Rot-, Reh- und Muffelwild sowie Gamsen beiderlei Geschlechts fallen in die Kategorie „Pflichttrophäe“. Sie müssen zur Bewertung vorgelegt und öffentlich ausgestellt werden. Jede einzelne ist mit einem Anhänger versehen, aus dem hervorgeht, wann, wo und von wem das Tier erlegt wurde. Vorlagepflichtig sind auch Unterkiefer weiblicher Rehe, sie werden aber nicht ausgestellt. „Man kann die Populationsentwicklung über Hegegebiete gut nachvollziehen“, sagt der Mürzzuschlager Bezirksjägermeister Hannes Fraiß, „wildbiologisch sind die Altersstruktur und die Geschlechtsverteilung absolut ausschlaggebend.“ Angeliefert werden die Trophäen zwei Tage vor Beginn der Schau. Eine Kommission bewertet jedes Stück einzeln, als Zeichen der erfolgten Begutachtung wird ein kleines Bohrloch gesetzt. Im Jagdbezirk Mürzzuschlag sind es im Jahresschnitt rund 1200 Rehkrickerl, 300 Gamskrickerl und 100 bis 120 Hirschgeweihe. „Für den Auf- und Abbau sind eine Handvoll Leute drei Tage mit Vollgas im Einsatz“, sagt Fraiß, „ein gewaltiger Aufwand, und das machen die Leute alles in ihrer Freizeit.“
Terminlink: Die diesjährigen Trophäenschauen in der Region im Überblick.




