Jakob Mandlbauer wird im Zweier- und Viererbob bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina an den Start gehen.
„Mit so 13 oder 14 Jahren habe ich das erste Mal mit Olympischen Spielen geliebäugelt, damals jedoch noch als Nachwuchs-Leichtathlet mit Blick auf die Sommerspiele. Dass es jetzt die Winterspiele geworden sind, macht für mich keinen Unterschied. Es ist einfach ein Traum, der in Erfüllung geht“, erzählt der Mürzzuschlager Jakob Mandlbauer, der bei den aktuellen Olympischen Spielen im italienischen Mailand und Cortina im Eiskanal starten wird. Im Zweier- und Viererbob wird der 27-Jährige als Pilot gemeinsam mit seinen Anschiebern um Medaillen und Spitzenplätze kämpfen.
Die ersten Eindrücke
„Wir waren bereits vergangene Woche noch vor der Eröffnung in Cortina für Trainingsläufe. Wir haben hier auch bereits unsere Zimmer bezogen und erste Olympialuft schnuppern dürfen. Es ist irgendwie schon noch etwas überwältigend“, so Mandlbauer, der die Eröffnungsfeier dann zu Hause vor dem Fernseher erlebte und erst am 11. Februar wieder nach Italien reisen wird.
Die Ziele
„Das große Ziel ist es in beiden Bewerben viermal fahren zu dürfen, das heißt wir müssen in die Top 20. Eine Medaille ist jetzt bei diesen Spielen nicht wirklich in Reichweite. Die Top 15 sind realistisch“, sagt Mandlbauer. „Im Bobsport ist die Erfahrung extrem wichtig, daher möchte ich hier in Cortina gute Leistungen zeigen und in vier Jahren in Frankreich dann um die Medaillen kämpfen“, erklärt der Mürzzuschlager, der 2019 als Anschieber im Bobsport startete und erst seit der Saison 2021/2022 als Pilot agiert.

Die Herausforderungen
„Es gilt so wenig wie möglich zu lenken, aber dennoch so viel wie notwendig“, erklärt er. Im Bob werden mittels sogenannter Lenkseile die beiden Kufen gesteuert und damit kann eine Lenkung erwirkt werden. „Es braucht dafür jedoch einen gewissen Gegendruck, sprich in der Kurve und bei höherer Geschwindigkeit lässt sich besser lenken als auf der Geraden und zum Beginn der Fahrt“, so Mandlbauer. „Im Vorfeld erarbeitet man sich für die Bahn einen genauen Plan, wo man wie stark lenken möchte. Und diesen gilt es dann in den Trainingsläufen zu testen, möglicherweise leicht zu adaptieren und dann am besten vier Mal im Rennen perfekt umzusetzen. Wir sprechen hier von fast Zentimeter genauen Punkten bei Geschwindigkeiten von 60 bis 130 Stundenkilometern“, erklärt der Mürzer die Herausforderungen am Bobsport. „Und zudem gilt es natürlich beim Starten schnell zu sein. Die Top 10 sind hier möglich.“
Der Zeitplan
Im Zweierbob wird Jakob Mandlbauer gemeinsam mit dem Niederösterreicher Daiyehan Nichols-Bardi an den Start gehen. Am Donnerstag, dem 12. Februar, starten sie mit den ersten Trainings in ihr Olympiaabenteuer. Am Montag, dem 16. Februar, finden um 10 Uhr die ersten beiden Wertungsläufe statt. Tags darauf am 17. Februar gehen ab 19 Uhr der dritte und vierte Lauf über die Bühne. Im Viererbob stoßen dann der Tiroler Sebastian Mitterer und der Vorarlberger Daniel Bertschler zum Team. Von 18. bis 20. Februar stehen die Trainings auf dem Programm ehe es am Samstag, dem 20. Februar, um 10 Uhr in den ersten beiden Wertungsläufen um die Bestzeiten gehen wird. Am 21. Februar finden ab 10 Uhr dann die finalen beiden Läufe statt.




