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Startseite » Geschöpft wurde bis zum Wintereinbruch
Lokales

Geschöpft wurde bis zum Wintereinbruch

Karl Doppelhofervon Karl Doppelhofer13. Jänner 20263 Minuten Lesezeit
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Ein stark mit Raureif bedecktes Haus, dahinter ein Berggipfel mit Kreuz
Die Reichensteinhütte mit Blick zum Gipfel im November. Drin im Haus wurde zu dem Zeitpunkt noch eifrig gearbeitet. Foto: Alpenverein Leoben
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Derzeit ist Pause bei der Demontage der Eisenerzer Reichensteinhütte. Nächstes Jahr soll der Ersatzbau fertig sein.

Für das Hüttenteam des Alpenvereins Leoben war es ein arbeitsreicher Herbst 2025, und gleichzeitig einer, der ein wenig Geduld verlangte. Witterungsbedingt verzögerte sich nach der Abschiedssaison der Abtransport des Pächterinventars aus der gut 2100 Meter hoch gelegenen Eisenerzer Reichensteinhütte. Mitte Oktober tat sich ein Wetterfenster auf, das die notwendigen Hubschrauberflüge ermöglichte. Die persönlichen Dinge des Pächters wurden ins Tal geflogen, gleichzeitig Werkzeug und Ausrüstung für die Demontage nach oben gebracht, um gleich am nächsten Tag mit der Entkernung des Hauses zu beginnen. „Uns war wichtig, keine Zeit zu verlieren. Jeder Tag, den wir im Herbst nutzen konnten, bringt uns einen Vorsprung im Frühjahr“, sagt Hüttenreferent Michael Jannach. Denn es soll möglichst rasch mit der Errichtung des Ersatzbaus begonnen werden können, in der Wandersaison 2027 soll er in Betrieb gehen.

Der 2. Vorsitzende der Alpenvereinssektion Leoben Helmut Bader beim Anbringen des Baustellenschildes. Im Bildinsert rechts oben Hüttenreferent Michael Jannach. Fotos: Alpenverein Leoben

Notraum und Warnung

Möglich war das Zeitgewinnen bis Mitte November, denn dann setzte Schneefall ein. Die Hütte wurde eingewintert, letzte Sicherungs- und Aufräumarbeiten abgeschlossen. „Der Notraum bleibt selbstverständlich offen“, so Jannach. Dabei weist er darauf hin, dass in diesem Raum weder geheizt noch gekocht werden kann und dass der häufig von Schneeverwehungen betroffene Zugang selbst freigeschaufelt werden muss. Zudem betont Jannach, dass der Reichenstein ein anspruchsvoller Berg ist, der im Winter ausschließlich sehr erfahrenen Alpinistinnen und Alpinisten vorbehalten ist.

Trennung und Lob

Beim Entkernen der Hütte wurden Holz, Metall, Dämmmaterial und Reststoffe von Anfang an getrennt gesammelt. „Wir wollen nachhaltig arbeiten und so viel wie möglich wiederverwerten, das ist unser Anspruch“, sagt Jannach. An nahezu jedem Wochenende beteiligten sich Mitglieder der Sektion an den Arbeiten, stiegen zur Hütte auf und übernachteten teilweise auch oben auf dem Berg. „Ohne unsere Ehrenamtlichen wären diese Fortschritte schlicht unmöglich. Der Zusammenhalt in der Sektion ist beeindruckend“, lobt Jannach.

Reststoffe wurden von Beginn an konsequent getrennt gesammelt. Foto: Alpenverein Leoben

Freude und Geldbedarf

Bei aller Vorfreude der Sektion auf den Ersatzbau und trotz hohem Eigenleistungsanteil sind die Projektkosten von insgesamt rund 2,5 Millionen Euro nach wie vor nicht zur Gänze ausfinanziert. Der Alpenverein Leoben bittet um Unterstützung in Form von Spenden, die Kontonummer ist auf der Website der Sektion www.alpenverein.at/leoben veröffentlicht. Seit August 2025 sind Spenden für die Reichensteinhütte steuerlich absetzbar.

Die letzten Meter auf dem Anstieg zur 2130 Meter hoch gelegenen Hütte. Foto: Alpenverein Leoben

Alpenverein Eisenerzer Reichenstein Reichensteinhütte
Karl Doppelhofer
Karl Doppelhofer

Aufgewachsen in Langenwang im Mürztal, jetzt in Bruck an der Mur daheim. Hat sich 1997 als Quereinsteiger in den Journalismus verirrt und nimmer rausgefunden. Redaktionsleiter der Rundschau seit deren Gründung im Jahr 2012.

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