Am 19. März hielt eine Großfahndung der Polizei Bruck stundenlang in Atem. Jetzt stellte sich heraus, dass der gemeldete Raubüberfall samt Messerangriff erfunden war.
Ein vermeintlicher Raubüberfall auf einen 25-Jährigen hatte im März 2026 eine Großfahndung der Polizei ausgelöst. Umfangreiche Ermittlungen ergaben nun, dass es den geschilderten Überfall nie gegeben hatte. Die Tat war frei erfunden. Das teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am 6. Oktober mit.
30 Streifen waren im Einsatz
Ein 25-Jähriger aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag hatte am 19. März 2026 via Notruf Anzeige erstattet. Er gab an, gegen Mittag auf einem Geh- und Radweg nahe des Brucker Bahnhofes von zwei unbekannten Männern überfallen worden zu sein. Dabei hätten die Täter versucht, seine Geldbörse zu stehlen sowie ihn mit einem Messer bedroht und verletzt. Die Polizei leitete daraufhin eine Großfahndung mit rund 30 Streifen und einem Helikopter ein. Auch Züge und relevante Verkehrsknotenpunkte in der Umgebung wurden intensiv kontrolliert. Die Suche nach Tätern blieb jedoch ohne Erfolg. Feuerwehrtaucher waren im Einsatz und holten eine Geldtasche, die vermeintliche Raubbeute, aus der Mürz.
Widersprüche in den Aussagen
Im Zuge der weiteren Ermittlungen führten Polizisten zahlreiche Erhebungen und Auswertungen durch. Dabei ergaben sich erhebliche Widersprüche zwischen den Angaben des 25-Jährigen und den Ermittlungsergebnissen. Bei einer neuerlichen Einvernahme konfrontierten die Ermittler den Mann mit diesen Unstimmigkeiten. Daraufhin gestand er, den Überfall frei erfunden zu haben. Auch die damals festgestellten oberflächlichen Schnittverletzungen hatte er sich laut eigenen Angaben mit einem zuvor gekauften Küchenmesser selbst zugefügt.
Anzeige folgt
Der 25-Jährige zeigte sich zu den nun gegen ihn erhobenen Vorwürfen geständig. Er wird wegen des Verdachts der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung sowie der falschen Beweisaussage bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Auch eine Verrechnung der entstandenen Einsatzkosten wird geprüft.





