Ein Brand in einem Hackschnitzellager eines Kindberger Industriebetriebes sorgte in der Nacht auf Dienstag für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Mehr als 100 Einsatzkräfte kämpften rund sieben Stunden gegen zahlreiche Glutnester.
Kurz nach 21 Uhr schlug am Montagabend, 5. Oktober, die automatische Brandmeldeanlage eines Industriebetriebes in Kindberg Alarm. Bereits bei der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung im Bereich des Hackschnitzellagers erkennen. Unter schwerem Atemschutz gingen die Feuerwehrleute der Ursache auf den Grund. Mithilfe einer Wärmebildkamera wurden zahlreiche Glutnester in dem rund 100 Kubikmeter fassenden Hackschnitzellager entdeckt. Um ein Übergreifen des Brandes auf die angrenzende Heizungsanlage und benachbarte Gewerbebetriebe zu verhindern, musste das gesamte Hackgut aus dem Lager entfernt werden.
21 Atemschutztrupps im Einsatz
Die Arbeiten erwiesen sich als besonders zeit- und kräfteraubend. Wegen der starken Staubentwicklung musste das Hackgut zunächst unter schwerem Atemschutz händisch aus dem Lager geschaufelt werden. Anschließend kamen ein Minibagger und ein Frontlader zum Einsatz. Aufgrund des enormen Arbeitsaufwandes wurden nach und nach sämtliche Feuerwehren des Abschnittes IV zur Unterstützung angefordert. Insgesamt waren 21 Atemschutztrupps mit jeweils drei Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Zusätzliche Unterstützung kam aus dem Bezirk Graz-Umgebung: Die Feuerwehr St. Oswald bei Plankenwarth – St. Bartholomä rückte mit einem mobilen Hackschnitzelgebläse an. Damit konnte das ausgeräumte Material rascher aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.

„Brand aus“ nach sieben Stunden
Erst gegen 5 Uhr morgens konnte die Einsatzleitung schließlich „Brand aus“ geben. Durch den umfangreichen Feuerwehreinsatz konnte verhindert werden, dass sich das Feuer auf die Heizungsanlage oder die angrenzenden Betriebe ausbreitete. Insgesamt standen 103 Feuerwehrmitglieder mit 20 Fahrzeugen im Einsatz. Beteiligt waren die Feuerwehr Kindberg-Stadt, die Betriebsfeuerwehr Voestalpine Tubulars sowie die Feuerwehren Kindtal, Hadersdorf, Edelsdorf, Jasnitz, Stanz, Mürzhofen und Freßnitz. Unterstützt wurden sie von der Feuerwehr St. Oswald bei Plankenwarth – St. Bartholomä, der Polizei und dem Roten Kreuz.
Brandursache noch unklar
Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die genaue Brandursache ist derzeit noch unbekannt und Gegenstand laufender Ermittlungen. Auch die Höhe des entstandenen Sachschadens steht bislang noch nicht fest.






