Auf der Leopold-Wittmaierhütte auf der Stanglalm wurden gleich drei Jubiläen gefeiert: 100 Jahre Wittmaierhütte, 80 Jahre Alpenverein Kindberg und 75 Jahre Alpenverein Wartberg.
Den feierlichen Beginn des Almfestes auf der Wittmaierhütte markierte eine Bergmesse beim Stanglalm-Kreuz unweit der Schutzhütte, danach ging das Almfest bei der Hütte weiter. Für die Kulinarik sorgte das Salito-Team aus Kindberg.

Die Entstehung der Wittmaierhütte
Schon nach dem 1. Weltkrieg trugen sich die Mitglieder des damaligen Turnvereins „Germania Wartberg“, allen voran der Obmann, Schuldirektor Leopold Wittmaier, nach dem auch die Hütte benannt wurde, mit dem Gedanken, auf der Stanglalm eine Hütte zu bauen. Da die Geldmittel rar waren, wurde im Jahr 1926 Sonntag für Sonntag mit ehrenamtlichem Engagement das Projekt in Angriff genommen. Im Juli 1927 war es so weit – die Einweihung der Hütte konnte vorgenommen werden.

Die Ereignisse des 2. Weltkrieges brachten nicht nur geänderte Besitz- und Pachtverhältnisse, sondern durch die Wirren der Nachkriegszeit trat eine ernsthafte Gefährdung der Hütte durch Plünderungen und Demolierungen ein – es drohte der Verfall. Mit der 1951 erfolgten Gründung des Alpenvereins Wartberg kam die Wende – eine Schar Begeisterter konnte mit ganzer Kraft darangehen, den Weiterbestand der Schutzhütte zu sichern. Um die geplante Vergrößerung der Hütte wirksam durchführen zu können, wurde auch eine großangelegte Sammelaktion mit einer Bausteinaktion ins Leben gerufen. Nahezu 5.000 freiwillige Arbeitsstunden wurden von den Alpenvereins-Mitgliedern geleistet und so konnte im Jahr 1958 zur Weihe und Eröffnung der Hütte eingeladen werden, nachdem bereits ein Jahr zuvor, im Jahr 1957, die Hütte durch Schenkung in das Eigentum der Alpenvereinssektion Wartberg übergegangen war. Die Hütte wurde fortan von einem Hüttenwart betreut und die Bewirtschaftung von freiwilligen Helfern an Wochenenden durchgeführt.

80 und 75 Jahre Alpenverein Kindberg und Wartberg
Nach den Wirren des 2. Weltkrieges gründeten im Jahr 1946 drei wanderbegeisterte Kindberger einen Verein, der bergbegeisterten Menschen die Möglichkeit geben sollte, gemeinsam die Natur und die Bergwelt zu genießen und kennenzulernen. Dieser Verein trat noch im selben Jahr als Sektion Kindberg dem Österreichischen Alpenverein als Mitglied bei. Erster Obmann war Raimund Udy. Am 21. März 1951 wurde die Gründung einer eigenen Sektion aus Ortsgruppe Wartberg der Sektion Kindberg des Österreichischen Alpenvereins mit 14 Mitgliedern beschlossen. Erster Obmann der Ortsgruppe war Viktor Lunardi. Bereits am 6. August 1952 erfolgte im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Umbildung der Ortsgruppe in eine selbstständige Sektion mit dem Namen „Alpenverein Zweig Wartberg/Mürztal“. Erster Vorsitzende war Kurt Falinski. Zehn Jahre später hatte die Sektion Wartberg bereits 185 Mitglieder. Im Jahr 2024 wurde die Sektion Kindberg als Ortsgruppe in die AV-Sektion Wartberg eingegliedert. Somit schließt sich der Kreis, der im Jahr 1951 mit der Ausgliederung der Ortsgruppe Wartberg aus der Sektion Kindberg geöffnet wurde.





