Die Kapfenberg Bulls sprachen bei einem Medientermin über ihre sportlichen Saisonziele, den angestrebten Hallenbau und ihr wachsendes wirtschaftliches Netzwerk.
„Wir haben viel Potenzial in unserem diesjährigen Kader, aber auch noch jede Menge Arbeit vor uns“, sagte der Trainer der Kapfenberg Bulls Klym Artamonov beim Medientermin, bei dem die Bulls auf die bestehenden Basketballsaison blickten. „Das letzte Spiel der Saison möchten wir wieder gewinnen“, sagte der Generalmanager Michael Schrittwieser über das Saisonziel „Titelverteidigung“. Und auf internationaler Ebene möchten die Kapfenberger heuer zumindest konkurrenzfähiger als in der vergangenen Saison sein. Im Kader gibt es gleich mehrere Veränderungen, wieder zurück in Kapfenberg ist der österreichische Nationalteamspieler Daniel Köppel. Zudem konnten vier Legionäre verpflichtet werden, für drei ist Kapfenberg die erste europäische Station.
Hallenplanung läuft
„Sportlich bin ich nur mehr begleitet dabei, da haben wir mit Alexander Wronski einen guten Mann, der sich darum kümmert. Mein Schwerpunkt liegt derzeit bei der Infrastruktur“, sagte Michael Schrittwieser, der damit vor allem den Bau der neuen Eventhalle auf dem Kapfenberger Festplatz ansprach. „Wir möchten noch im heurigen Jahr die entsprechende Änderung des Flächenwidmungsplanes im Gemeinderat beschließen“, sagte Bürgermeister Matthäus Bachernegg. „Im Frühjahr ist die Einreichung der Baupläne angedacht, im Sommer bzw. Herbst 2027 sollte dann die Bauverhandlung stattfinden. Mit der Saison 2028/29 möchten wir in der neuen Halle spielen, die Bauzeit wird rund ein Jahr betragen“, skizzierte Schrittwieser den zeitlichen Fahrplan für die Eventhalle. Nur rund ein Drittel der Auslastung soll dabei vom Basketball kommen. „Zwei Drittel sollen extern mit Kleinkunst, Kabarett, Maturabällen, großen Hochzeiten und Ähnlichem bespielt werden“, erklärt Schrittwieser. Rund elf Millionen wird die Errichtung kosten, rund 60 bis 65 Prozent kommen dabei von privaten Investoren aus dem Bulls-Netzwerk. Direkt anschließend planen die Bulls zudem ein sieben- bis achtstöckiges Dienstleistungszentrum. „Großteils haben wir die Mieter für diesen Turm schon gefunden. Ein Stockwerk wird ein Hotel beinhalten, zwei Ebenen sind für Dienstleister gedacht, sowie zwei weitere für Ärzte und medizinische Einrichtungen“, so Schrittwieser. Parkplätze soll dabei ein großes Parkdeck bieten, das unterhalb der Halle geplant ist. „Es wird aber auch weiterhin genug Freiparkplätze geben“, so der Generalmanager.
Neues Licht in der Walfersamhalle
Bis zur Fertigstellung der neuen Halle werden die Bulls weiterhin in der Walfersamhalle ihre Heimspiele bestreiten, in den Sommermonaten wurde in dieser die Beleuchtung komplett erneuert, rund 140.000 Euro investierte die Stadtgemeinde dafür. Für die kommende Saison erhielten die Kapfenberger von der Basketball-Superliga noch eine Lizenz für die Walfersamhalle. „Und auch 2027/28 hoffen wir auf eine Ausnahmeregelung, wenn ja ab der Spielzeit 2028/29 die wohl modernste Halle Österreichs zur Verfügung steht“, sagte Schrittwieser.
Ein siebenstelliges Budget
Stolz blicken die Verantwortlichen der Kapfenberg Bulls auf ihr Business-Netzwerk. „Aktuell haben wir rund 230 Partner und haben inklusive den bewerteten Sachleistungen der Stadt ein gut siebenstelliges Budget“, so Schrittwieser. Mit dem „Amore Loui“-Pizzalokal im Kapfenberger Bulls Home stieg der Basketballverein vor wenigen Tagen auch in der Gastronomie ein.
Basketball-Supercup in Kapfenberg
Am Samstag, dem 26. September, starten die Bulls in der heimischen Walfersamhalle offiziell in die neue Saison. Um 14 Uhr treffen sie im Supercup auf die Flyers Wels. Das Supercup-Duell wird live im ORF übertragen.





