Großes Einstandsfest im neuen Vordernberger Feuerwehrhaus. Auch ein Einsatzleitfahrzeug für den Bezirk Leoben wurde in Dienst gestellt.
Florianiplatz 1, so lautet die Anschrift des neu errichteten Rüsthauses der Freiwilligen Feuerwehr Vordernberg. Einst war dort der Schönauweg 11 bzw. der ehemalige Fußballplatz. Nach jahrelanger Vorbereitung – unter anderem mit Hochwasserschutz und neuer Zufahrtsbrücke – sowie intensiver Planung entstand in einjähriger Bauzeit die neue Einsatzzentrale der Feuerwehr. Die Gesamtbaukosten in der Höhe von rund 2,75 Millionen Euro teilten sich das Land Steiermark, der Landesfeuerwehrverband Steiermark und die Marktgemeinde Vordernberg. Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Vordernberg steuerten als Eigenleistung 200.000 Euro bei – geteilt in Spenden und 3000 Arbeitsstunden.
Moderne Ausstattung
Die Fahrzeughalle mit angebautem Schlauchturm verfügt über vier Stellplätze und eine Waschbox mit großen frontseitigen Toren. Rückseitig gibt es für das Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr eine separate Ausfahrtsmöglichkeit. Weiters gibt es für die 45 aktiven Feuerwehrleute (darunter sechs Frauen), zwei Feuerwehrjugendliche und zwei Mitglieder außer Dienst, einen Schulungsraum, Kommandozentrale, Küche, moderne Sanitärräume, Umkleideräumlichkeiten mit Doppelspinden, natürlich getrennt für Frauen und Männer, sowie eine in der Fahrzeughalle integrierte Schmutzschleuse mit Stiefelwaschanlage. Eine am Rüsthausdach platzierte Photovoltaikanlage und ein 41-Kilowatt-Notstromaggregat sorgen zusätzlich für die sichere Stromversorgung.

Stützpunktfahrzeug
Ein weiteres Highlight und Teil des Festprogrammes war auch die Segnung des seit März in Vordernberg stationierten neuen Einsatzleitfahrzeuges (ELF). Dieses Stützpunktfahrzeug des Feuerwehrbereiches Leoben fungiert als mobile Einsatzleitung samt Drohnenbasis und wird wenn notwendig auch bezirksübergreifend eingesetzt. Finanziert wurde das allradgetriebene Fahrzeug durch die ÖBB-Infrastruktur AG und dem Landesfeuerwehrverband Steiermark.
Buntes Programm
Nach der Begrüßung durch Kommandant-Stellvertreter Dieter Wally und den Festreden von Kommandant Christian Lanner und Bürgermeister Michael Arno Kanitsch segnete Pfarrer David Simon das neue Feuerwehrhaus und Feuerwehrfahrzeug samt Drohne. Nach den Grußworten der Ehrengäste wurden zahlreiche Auszeichnungen an verdiente Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden überreicht. Die Feldmesse und der Festakt wurden vom Musikverein Vordernberg-St. Peter-Freienstein musikalisch umrahmt, der auch beim anschließenden Frühschoppen aufspielte. Die Laintaler Dorfmusikanten sorgten im Anschluss für Unterhaltung bis zum frühen Abend bevor „Die Mooskirchner“ Stimmung in die neue Fahrzeughalle brachten. Im Rahmen der Feierlichkeit gab es auch eine Präsentation von neuen Fahrzeugen und Gerätschaften des Feuerwehrbereiches Leoben sowie ein großes Kinderprogramm.

Viele Ehrengäste
Der Einladung zur Segnung und Übergabe des neuen Rüsthauses sowie des Einsatzleitfahrzeuges samt Drohne waren neben der Bevölkerung viele Ehrengäste gefolgt, darunter Landtagsklubobmann Marco Triller in Vertretung des Landeshauptmanns, Landtagspräsidentin Helga Ahrer, Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Christian Leitgeb, Bereichsfeuerwehrkommandant Alexander Siegmund und sein Stellvertreter Andreas Köck, Abschnittsfeuerwehrkommandant Gregor Reissner und der ehemalige Vordernberger Bürgermeister Walter Hubner, in dessen Amtszeit die gesamte Vorbereitung des Projekts und der Baubeginn fielen. Weiters mit dabei waren die Bürgermeister Thomas Rauninger (Eisenerz) und Wolfgang Gomar (St. Peter-Freienstein), der Vordernberger Vizebürgermeister Gerhard Turtukowskyj und seine Trofaiacher Kollegin Sylvia Ippavitz, Amtsleiterin Sonja Stöcklmayer, Gemeinderat Alfred Reinwald als Vertreter der Stadt Leoben, die Abschnittsbrandinspektoren, Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren des Bereichsfeuerwehrverbandes Leoben und der der deutschen Partnerfeuerwehr Bösensell sowie Abordnungen der Polizei und der Vordernberger Vereine.

Fotos vom Eröffnungsfest zum Durchklicken
alle Fotos: Norbert Ortner





