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Startseite » „Unsere Almen sind kein Streichelzoo“
Lokales

„Unsere Almen sind kein Streichelzoo“

Rundschau Redaktionvon Rundschau Redaktion1. Juli 20262 Minuten Lesezeit
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Drei Männer stehen mit zwei Hinweistafeln auf einer Almweide mit Kühen
Der Rinderexperte der Landwirtschaftskammer Rudolf Grabner mit Andreas Steinegger und Anton Hafellner (v. li.). Foto: Fuchs
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Sichere Freizeit auf der Alm: Die steirische Landwirtschaftskammer gibt Tipps für den Umgang mit Weidetieren.

In der Steiermark gibt es 1610 Almen, auf denen rund 50.000 Tiere den Sommer verbringen. Sie sind aber auch beliebte Ausflugsziele und Erholungsraum für viele Freizeitnutzer. „Ein sicheres Miteinander auf den Almen und Weiden hat für die Landwirtschaft höchste Priorität“, sagt Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger. „Die Alm ist kein Streichelzoo. Damit die Alm- und Weidesaison möglichst ohne tragische Unfälle verläuft, braucht es Rücksicht und Respekt gegenüber den Weidetieren sowie die Einhaltung gewisser Verhaltensregeln.“

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Regeln befolgen

Grundsätzlich gilt: auf den markierten Wegen bleiben, den Weidetieren ruhig begegnen und sie weder füttern noch streicheln. „Weidevieh ist grundsätzlich friedfertig“, sagt Steinegger. „Gerade Rinder sind aber auch neugierig, und allein aufgrund ihrer Größe kann eine harmlose Situation schnell kritisch werden. Besonders Muttertiere schützen instinktiv ihre Kälber und können in bestimmten Situationen aggressiv werden.“

Grafik: Landwirtschaftskammer

Hunde an die Leine

Hunde, die von Rindern grundsätzlich als Raubtiere wahrgenommen werden, können Konfliktsituationen zusätzlich begünstigen. Sie sollten deshalb auf Almen und Weiden an der Leine geführt und bei einer drohenden Gefahr sofort abgeleint werden. Zweisprachig angebrachte Hinweistafeln kennzeichnen Alm- und Weidegebiete gut sichtbar und informieren frühzeitig über mögliche Gefahren durch Weidetiere. Umgekehrt kann aber auch achtlos zurückgelassener Müll für Weidetiere fatale Folgen haben. „Getränkedosen, Flaschen, Papiertaschentücher, Essensreste und Hundesackerln verschmutzen nicht nur die Almflächen, sondern können die Tiere auch krank machen und im schlimmsten Fall töten“, sagt Steinegger. 

Ansturm erwartet

„In den Sommermonaten kommen immer mehr Erholungsuchende auf unsere Almen“, sagt der Obmann des steirischen Almwirtschaftsvereins Anton Hafellner. „Im heurigen Jahr erwarten wir einen besonders großen Ansturm und hoffen, dass durch ein respektvolles Miteinander und das Einhalten der Verhaltensregeln Zwischenfälle ausbleiben.“

Almwirtschaftsverein Andreas Steinegger Landwirtschaftskammer
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