Die Lebenshilfe Leoben feiert heuer ihr 40-jähriges Bestehen als eigenständiger Verein.
Im Frühsommer 1986 wurde die Lebenshilfe Leoben als eigenständiger Verein gegründet. Davor war Leoben eine Sektion der Lebenshilfe Steiermark. Der Start erfolgte mit fünf Klientinnen in einem angemieteten Raum im ehemaligen Kirchenwirt in der Lorberaustraße in Donawitz. 1990 konnte das Gebäude angekauft und in der Folge ab 1995 schrittweise ausgebaut werden. Es entstanden neuer Wohnraum und erweiterte Werkstätten, mit der Keramik- und Fliesenwerkstatt Prettach im Jahr 2003 auch ein erster externer Standort.
Arbeit, Wohnen, Assistenz
Heute sind es rund 60 Kundinnen und Kunden, die unter Betreuung der Lebenshilfe Leoben in Werkstätten- und Dienstleistungsbereichen tätig sind. Neben den Fachwerkstätten am Standort Donawitz auch im 2013 errichteten Arbeitszentrum Hinterberg (die einstige Werkstatt Prettach ist heute dort mit eingebunden), in der Medienwerkstatt mit integriertem Verkaufsgeschäft in Lerchenfeld und im Postpartnershop im ehemaligen Werkshotel Donawitz. 35 Personen werden zudem in unterschiedlich starker Ausprägung beim Wohnen unterstützt, und zwar wiederum in Donawitz und Lerchenfeld sowie in Judendorf. Zusätzliche Tätigkeitsfelder der Lebenshilfe Leoben sind Kindergarten- und Schulassistenz sowie mobile Betreuung.
130 Beschäftigte
Der Verein Lebenshilfe Leoben hat rund 90 Mitglieder, wie Obfrau Ute Stix erzählt. Sie gehört seit 1998 dem ehrenamtlich arbeitenden Vorstand an und wurde 2020 zur Obfrau gewählt. Im selben Jahr hat Heike Greimel die Geschäftsführung der beiden GmbHs übernommen, über welche die Lebenshilfe ihre operativen Tätigkeiten ausführt. Greimel hat 1995 als Betreuerin im Wohnbereich bei der Lebenshilfe begonnen und durchlief bis zur Berufung an die Spitze unterschiedlichste Funktionen im Unternehmen. Die erste Gesellschaft wurde 2006 gegründet, davor lief alles direkt über den Verein, was angesichts des wachsenden Aufgabenspektrums nicht länger praktikabel war. Immerhin sind bei der Lebenshilfe Leoben mittlerweile rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
„Gemeinsam etwas tun“
„Teilhabe und Inklusion stehen für uns immer im Vordergrund, und es ist sehr schön, in diesen Bereichen mitwirken und etwas bewegen zu können“, sagen Ute Stix und Heike Greimel. Das gilt für die alltägliche Arbeit ebenso wie für Initiativen, die darüber hinaus gehen, etwa das Programm „Inklusion macht Schule“ oder Workshops für Firmen. „Wir wollen Präsenz zeigen und dazu einladen, gemeinsam etwas zu tun.“ Auf die Frage nach der aktuell vermutlich größten Herausforderung sagen Stix und Greimel: „Die Begleitung im Alter ist zunehmend ein Thema. Unsere Kundinnen und Kunden werden älter, ihre Bedürfnisse ändern sich.“




