Martin Riegler vom Einrichtungsstudio „wohnsinn“ in Leoben über aktuelle Trends in den eigenen Wänden und Tipps fürs Einrichten.
„Eine gute Planung spart langfristig Zeit, Nerven und teilweise sogar Kosten“, sagt Martin Riegler vom Einrichtungsstudio „wohnsinn“ in Leoben. „Räume werden heutzutage immer individueller genutzt und müssen viele Anforderungen gleichzeitig erfüllen. Wohnen soll nicht nur schön aussehen, sondern den Alltag erleichtern, Emotion vermitteln und langfristig funktionieren“, so der Einrichtungsprofi, der zu einer frühzeitigen Planung rät. „Bei der Küche ist die längste Vorlaufzeit zu rechnen, hier sprechen wir von circa von sechs bis zehn Wochen“, sagt Riegler.
Planung ist das A und O
„Das Erstgespräch ist bei uns ein sehr ausführliches, schließlich muss die Einrichtung zur persönlichen Lebenssituation passen. Dazu zählen auch viele Kleinigkeiten, neben der Körpergröße und der Anzahl im Haushalt lebenden Personen gehören auch persönliche Dinge dazu – wie etwa, ob oft gemeinsam gekocht wird oder meist alleine. Schließlich sollte der vorhandene Platz bestens genützt werden“, so der Fachmann, der in seinem Einrichtungsstudio alles für die eigenen vier Wände plant und umsetzt. „Von Küchen über Bade- und Wohnzimmern bis hin zu Terrassen und Weinkellern – auch gesamte Wohnungen und Häuser richten wir in einem Stil ein, wenn es gewünscht wird“, so Riegler.
Passendes Licht
„Ein bedeutendes Thema bei allen Räumen sind die Böden und die Beleuchtung. Das Licht gehört auf die Nutzung abgestimmt, in Wohnräumen verwendet man eher eine indirekte und wärmere und in Arbeitsräume meist eine kältere und direkte Beleuchtung“, erklärt der Einrichtungsfachmann. „Zudem ist auch die Position wichtig, damit man sich nicht selbst im Schatten steht. Vor allem bei Arbeitsflächen und Kästen gilt es darauf zu achten.“ Die Auswahl an Böden ist vielfältig. „Neben dem optischen Aspekt sollte der Boden auch die Herausforderungen des Raumes meistern“, sagt Riegler.

Rund ist gefragt
In den Wohnbereichen und vor allem bei den Polstermöbeln liegen aktuell organische Formen voll im Trend, wie der Einrichtungsprofi auch jüngst auf einer Fachmesse in Mailand feststellte. „Während in den Wohnbereichen auf runde und geschwungene Formen und Gemütlichkeit viel Wert gelegt wird, so achten die Kunden bei den Küchen vor allem auf Funktionalität. Die Oberflächen sind meist glatt und pflegeleicht“, so der Profi. „In den Wohnräumen ist meist die Mischung aus moderner minimalistischer Einrichtung und Stauraummöglichkeiten zu finden.“
Neuheiten in der Küche
Die moderne Technik bietet vor allem in der Küche immer neue Möglichkeiten. „So lässt sich der Kühlschrank oder Geschirrspüler dank Smart Home heutzutage auch mit Sprachsteuerung öffnen. Dies ist vor allem praktisch, wenn man die Hände voll hat“, sagt Riegler. „Ein weiteres Beispiel für die Weiterentwicklung im Küchenbereich ist die Lebensmittelerkennung im Backrohr. Mittels Kameras und Sensoren erkennt das Gerät die Gerichte und sagt so exakt vor, wann sie fertig sind. Man kann auch einstellen, ob man seine Pizza eher dunkler oder heller möchte“, so der Fachmann.
Langlebigkeit im Trend
Farblich im Trend sieht Martin Riegler aktuell vor allem erdige Töne und dunkle Hölzer. „Sehr gefragt ist weiterhin die Eiche vor allem in Vor- und Wohnräumen. Grundsätzlich richtet man heutzutage meist Ton in Ton ein und setzt dabei Akzente mit Kontrastfarben“, sagt der Einrichtungsprofi. „Der Trend geht klar zu hochwertigen, langlebigen und durchdachten Lösungen.“




