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Startseite » 259 Gemeinden in einer: Der Städtetag in Leoben
Politik

259 Gemeinden in einer: Der Städtetag in Leoben

Karl Doppelhofervon Karl Doppelhofer16. Juni 20262 Minuten Lesezeit
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Eine große Gruppe Menschen in förmlicher Kleidung
Eine Ortstafel als Gästebuch beim Städtetag. Es signierten unter anderen Alexander Van der Bellen, Christian Stocker, Andreas Babler, Elisabeth Zehetner, Manuela Khom, Michael Ludwig sowie als Gastgeber Kurt Wallner und Peter Moser. Foto: Russold
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Die Montanstadt war drei Tage lang das kommunalpolitische Zentrum Österreichs, mit klaren Botschaften an Bund und Länder.

Rund 1200 Delegierte aus den 259 Mitgliedsgemeinden des Österreichischen Städtebundes trafen sich zur diesjährigen Vollversammlung in Leoben. Der Städtetag 2026 war der bislang größte Kongress in der Geschichte der Montanstadt. Der Leobener Bürgermeister Kurt Wallner beziffert die regionale Umwegrentabilität der Veranstaltung mit mehr als einer Million Euro. Veranstaltungspartner war die Montanuniversität – nicht allein wegen des Raumangebots, sondern auch inhaltlich motiviert. Denn einer der Arbeitskreise des Städtetags beschäftigte sich mit Energie und Kreislaufwirtschaft. Das sind Themenfelder, in denen die Leobener Uni eine Vorreiterrolle innehat, wie Rektor Peter Moser im Vorfeld betonte. Weitere Arbeitskreise widmeten sich leistbarem Wohnen, Gemeindekooperationen und Strategien gegen Hass im Netz.

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Staatsspitze zu Gast in Leoben

Zufällig war der Auftakt zum Städtetag auch jener Tag, an dem der Finanzminister seine Budgetrede im Nationalrat gehalten hatte. „Wenn der Bund etwas beschließt, das die Gemeinden in den Kassen spüren, dann ist es auch Aufgabe des Bundes, für eine Gegenfinanzierung zu sorgen“, sagte der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig in seiner Funktion als Städtebundpräsident bei der Eröffnung. Und es dürfe auch nicht so sein, dass die Gemeinden über Umlagen die Länder finanzieren. Großen Applaus erntete er für die Forderung, den Hebesatz der Grundsteuer zugunsten der Gemeinden zu korrigieren. „Wir haben in einer Resolution viele konstruktive Punkte festgehalten. Ihr werdet eine Freude haben beim Abarbeiten“, sagte Ludwig an Bundeskanzler Christian Stocker, Vizekanzler Andreas Babler und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner gerichtet. Als Vertreterin der Landesregierung war LH-Vize Manuela Khom unter den Eröffnungsgästen.

Pressekonferenz vor der Eröffnung (v. li.): Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger, Präsident Michael Ludwig, die Brucker Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger und der Leobener Bürgermeister Kurt Wallner. Foto: KD

Balance gefordert

„Wir werden die Kommunen nicht alleine lassen“, antwortete Kanzler Stocker in seiner Ansprache. Bundespräsident Alexander Van der Bellen lobte den Innovationsgeist der Gemeinden und appellierte, ihn aufrecht zu halten: „Es ist gut, Neuerungen zu begrüßen, auch wenn es die Früchte vielleicht erst in der nächsten Generation gibt.“ In der von Ludwig erwähnten Resolution geht es wesentlich um eine aus Sicht der Gemeinden faire finanzielle Balance mit Bund und Ländern, zum Beispiel in der Kinderbetreuung und im öffentlichen Verkehr. Gefordert wird auch, dass die Gemeinden weiterhin direkten Zugang zu EU-Fördergeldern haben sollen. 

Alexander Van der Bellen Andreas Babler Christian Stocker Kurt Wallner Leoben Manuela Khom Montanuniversität Peter Moser Städtetag Susanne Kaltenegger
Karl Doppelhofer
Karl Doppelhofer

Aufgewachsen in Langenwang im Mürztal, jetzt in Bruck an der Mur daheim. Hat sich 1997 als Quereinsteiger in den Journalismus verirrt und nimmer rausgefunden. Redaktionsleiter der Rundschau seit deren Gründung im Jahr 2012.

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