Nicht nur das Ergebnis des Fußball-Derbys zwischen Oberliga Nord-Tabellenführer Kindberg-Mürzhofen und dem ESV Mürzzuschlag sorgte in der dritten Halbzeit für viel Gesprächsstoff.
FC Kindberg-Mürzhofen – ESV Mürzzuschlag 2:2 (1:0)
Tore: Karlon, Trost bzw. Kotzegger (2)
Das Derby zwischen dem FC Kindberg-Mürzhofen und dem ESV Mürzzuschlag begann ganz nach dem Geschmack der Hausherren. Markus Karlon traf schon nach 54 Sekunden zum 1:0. Danach tat sich in der ersten Halbzeit relativ wenig. Beide Mannschaften agierten bemüht, Torchancen blieben vorerst Mangelware. Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt. In der 60. Minute erhöhte Kindberg-Kapitän Manuel Trost auf 2:0, ehe ESV-Stürmer Dominik Taferner mit einem wuchtigen Kopfball an die Latte traf (70.). Nur zwei Minuten später gab es bei der Einwechslung von Michael Olschnegger ein besonderes Jubiläum, es war der 500. Einsatz in einem Bewerbsspiel des Kindberger Offensivspielers. In der 77. Minute nahm sich Mürzzuschlags Dominik Kotzegger ein Herz, zog aus rund dreißig Metern ab und verkürzte auf 2:1.

Ausgleich in letzter Minute
Die Schlussphase gehörte abermals den Mürzern. Zuerst war ESV-Torhüter Mario Reissenegger bei einem Schuss von Markus Karlon auf dem Posten (85.), ehe Christoph Rath die Chance zum Ausgleich hatte (89.). Dieser gelang Dominik Kotzegger mit seinem zweiten Treffer in der 95. Minute. „Beim ersten Tor ist mir der Schuss abgerissen und das zweite habe ich mit meinem schwächeren Fuß gemacht“, schmunzelte der Doppeltorschütze nach dem Schlusspfiff: „Kindberg war schon die bessere Mannschaft, aber wir haben unsere Chancen gut genützt. Kämpferisch war es eine super Leistung von uns. Wichtig ist der Klassenerhalt, dazu wollen wir jeden Punkt mitnehmen.“
Kindberg-Trainer René Pitter war mit der Leistung seiner Elf nicht zufrieden: „Heute bin ich richtig angefressen. So kann man nicht spielen. Das 2:2 für die Mürzer ist nicht einmal unverdient. Wenn wir verloren hätten, dürften wir uns auch nicht beschweren. Wir haben ohne Zweikämpfe agiert und auch nicht Fußball gespielt.“

Trainerwechsel in Mürzzuschlag
„Es war sicher ein überraschender Punkt für uns, aber die klareren Chancen hatten wir. Unterm Strich können wir mit dem Punkt sehr gut leben und Kindberg wird es auch nicht weh tun“, sagte Mürzzuschlags-Langzeittrainer Kurt Taferner: „Ich haben am Montag erfahren, dass für die kommende Saison ein neuer Trainer verpflichtet wurde. Dass nach achteinhalb Jahren mit mir nicht einmal gesprochen wurde, finde ich sehr enttäuschend. Trotzdem werden wir gemeinsam bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen.“

Die 22. Runde in der Oberliga Nord wird am Wochenende vom 8. bis 10. Mai ausgetragen. Dabei empfängt der ESV Mürzzuschlag am Freitag um 19 Uhr den SC St. Peter-Freienstein. Der FC Kindberg-Mürzhofen muss am Samstag um 14.30 Uhr in St. Lorenzen/Knf. antreten.




