Rückblick und Vorschau in der Tourismusregion Erzberg-Leoben. Kernthemen sind Wasser, Radeln, Wandern, Camping – und die Digitalisierung.
Der Tourismusverband Erzberg-Leoben hielt seine diesjährige Vollversammlung im Tragösser Mehrzwecksaal ab. Der Veranstaltungsort in der Grünen-See-Gemeinde passte gut zur diesjährigen Regionskampagne. Unter dem Motto „erfrischend echt“ stellt sie das Wasser in den Mittelpunkt. Präsent ist die Kampagne unter anderem auf den U-Bahnlinien U2 und U3 in Wien.
Kernthemen
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Radeln mit Fokus auf Mountainbiking. Das gilt über das heurige Jahr hinaus, bis 2028 soll in klare Beschilderung, digitale Streckenerfassung und koordinierte Besucherlenkung investiert werden. Der Verband will zudem auch das Thema Camping forcieren und den Weitwanderweg Styrian Iron Trail als Leitprodukt weiter stärken. „Ebenfalls auf der Projektliste ist das digitale Meldesystem“, sagte Geschäftsführer Markus Leitner. Vorsitzender Rudolf Tischhart ging in seinem Rückblick unter anderem auf den revitalisierten Mariazeller Gründerweg, den Beitritt zur Steiermark Golf Card und auf das Regionsmagazin „Explore“ ein.

Überschuss
„Wir können das ganze Jahr über mit Eigenkapital arbeiten“, sagte Finanzreferent Johann Roth am Beginn seines Berichts. Die Einnahmen aus Interessentenbeiträgen und der Nächtigungsabgabe lagen im vergangenen Jahr über den Erwartungen und beliefen sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Unterm Strich steht ein Jahresüberschuss in der Höhe von rund 118.000 Euro. Auch deshalb, weil das Marketing zwischenzeitlich bewusst gedrosselt wurde, um dem erst im Sommer des Vorjahrs neu bestellten Geschäftsführer Leitner und dessen Team Gestaltungsspielraum zu geben. Fürs diesjährige Budget wurden als Basis 90 Prozent der Werte von 2024 herangezogen. Einnahmenseitig sind 1,23 Millionen Euro angesetzt, der budgetierte Abgang beträgt rund 400.000 Euro (Anm., auch fürs letztendlich positiv abgeschlossene Jahr 2025 war ursprünglich eine Viertelmillion Abgang angesetzt).
Wunsch nach Gästecard
Der Eisenerzer Bürgermeister Thomas Rauninger regte an, mit der Einführung der digitalen Meldung auch nochmals über eine Gäste-Bonuskarte für die ganze Region nachzudenken – in digitaler Form, mit der Meldung kombiniert. Enttäuscht äußerte sich Rauninger über die schüttere Besetzung des Saals. Das Team des Verbands eingerechnet fanden 30 Personen den Weg zur Versammlung in Tragöß.





