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Startseite » Der Wolf hält Einzug ins steirische Jagdgesetz
Politik

Der Wolf hält Einzug ins steirische Jagdgesetz

Karl Doppelhofervon Karl Doppelhofer23. April 20262 Minuten Lesezeit
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Ein Wolf
Der Wolf ist laut Entwurf künftig aus rechtlicher Sicht im Jagdgesetz „daheim“. Foto: AdobeStock
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Das Land siedelt den Wolf vom Artenschutz- in das Jagdrecht um. Auch für Biber, Fischotter und Krähen sind neue Regelungen geplant. Verfängliche Abschussplan-Formulierung wird repariert. Die entsprechenden Novellen sind in Begutachtung.

An der Stelle im steirischen Natur- bzw. Artenschutzgesetz, an der die besonders geschützten Arten laut Flora-Fauna-Habitatrichtlinie (FFH) aufgelistet sind, wird künftig ein sehr prominenter Vertreter fehlen: der Wolf. Jedenfalls wenn es nach den Plänen der Landesregierung geht. Meister Isegrim wird legistisch umgesiedelt. Zwar behält er de facto seinen FFH-Status (dieser ist ja europarechtlich geregelt), aber alle Belange rund um den Wolf sollen in Zukunft im Jagdgesetz abgehandelt werden.

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Schadensabwendung

Neu geregelt wird zudem der Abschuss von Bibern, Fischottern und Krähen, um Schäden von Landwirtschaft und Fischerei abzuwenden, im Falle des Bibers geht es auch um Gefährdung von Infrastruktur oder Hochwasserschutz. Im Sinne der Forstwirtschaft werden rotwildfreie Zonen auf Damwild ausgeweitet. Verbreitert wird das erlaubte Einsatzgebiet von Nachtzieltechnik, und zwar auf Fuchs, Dachs und Waschbär auf landwirtschaftlichen Flächen. Die Gesetzes- bzw. Verordnungsentwürfe liegen zur Begutachtung auf, die Stellungnahmefrist fürs Naturschutz- und fürs Jagdgesetz endet mit 28. April, für die Biberverordnung mit 12. Mai.

Formulierung zum Abschussplan wird repariert

Geändert ist im Entwurf zum Jagdgesetz auch der in einer vorangegangenen Novelle „verschlimmbesserte“ Absatz 3e des Paragraphen 56. Er hatte zuletzt zu zahlreichen Verfahren gegen Jäger schon wegen kleinster Abweichungen vom Abschussplan geführt. Die neue Formulierung gibt den Bezirksjägermeistern Ermessensspielraum zurück, was die Beurteilung der Planerfüllung und die Meldung an die Behörde betrifft.

Jagd
Karl Doppelhofer
Karl Doppelhofer

Aufgewachsen in Langenwang im Mürztal, jetzt in Bruck an der Mur daheim. Hat sich 1997 als Quereinsteiger in den Journalismus verirrt und nimmer rausgefunden. Redaktionsleiter der Rundschau seit deren Gründung im Jahr 2012.

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