In der Fußgängerzone in Kindberg ist heute der Zunftbaum umgestürzt. Der Baum fiel in die Fußgängerzone sowie auf das Dach des ehemaligen Cafés Fritz. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Am Freitag, dem 27. März, kam um die Mittagszeit der traditionelle Kindberger Zunftbaum zu Fall. Grund dafür war nach ersten Informationen der starke Wind. Das Wahrzeichen fiel dabei in die Fußgängerzone sowie auf die Fassade und das Dach des ehemaligen Cafés Fritz. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Verletzt wurde bei diesem Vorfall glücklicherweise niemand. Die Bundesstraße blieb passierbar, der betroffene Bereich der Fußgängerzone wurde vorübergehend gesperrt. Zuletzt war der Zunftbaum 2008 beim Sturmtief „Paula“ umgestürzt, wie auf der Webseite der Stadtgemeinde zu lesen ist.
Drei Wochen vor geplanter Erneuerung
„Wir sind froh, dass niemand verletzt wurde“, sagte Bürgermeister Christian Sander in einem ersten Gespräch mit der Rundschau. „Anlässlich seines 75-jähriges Jubiläums wäre der Zunftbaum in zirka drei Wochen sowieso erneuert worden, denn rund alle fünf Jahre wird der Baumstamm ersetzt. Welche Symbole, Wappen und Figuren nun ebenfalls erneuert gehören, ist aktuell natürlich noch nicht bekannt“, so Sander.

Geschichte des Kindberger Zunftbaumes
Im Zentrum Kindbergs wurden bereits vor den 1950er-Jahren „gewöhnliche“ Maibäume und solche mit einfachen Zunftzeichen aufgestellt. Doch dann setzte der Hotelier und Fremdenverkehrsobmann Franz Gruber das Konzept des Kindberger Zunftbaums um. Vorbilder hatte er bei einem Aufenthalt in Bayern gesehen. Der Baum wurde mit Zunftzeichen, einem Trachtenpaar und einem Hochzeitszug, allesamt geschaffen vom Kindberger Künstler Hubert Pilch, versehen. Und man ließ das neue Wahrzeichen das ganze Jahr über stehen. Bald wurde der Künstler Fritz Putz aus Bruck/Mur beauftragt, figürliche Darstellungen zu fertigen. Man wechselte zwischen Zunft-, Trachten- und Märchenfiguren, dazu kamen Wappen, Herzen und Laternen. Eine aufwändige Garnitur Figuren entwarf einmal der Künstler Anton Babion aus Schliersee (Bayern). Neben mehreren anderen Kindbergern malten Max Kroisleitner und später Edith Schermer, Traude Geyeregger-Rothwangl und Ria Urferer die Dekoration immer wieder neu.







