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Startseite » Wind brachte Kindberger Zunftbaum zu Fall
Lokales

Wind brachte Kindberger Zunftbaum zu Fall

Philip Aschenbrennervon Philip Aschenbrenner27. März 20262 Minuten Lesezeit3.740 Aufrufe
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Ein umgestürzter, geschmückter Baum liegt auf einem Platz vor dem Rathaus, daneben verstreute Teile und Trümmer. Die dekorativen Tafeln am Stamm sind beschädigt, im Hintergrund sind Gebäude, Autos und Fahnen entlang der Straße zu sehen.
Der Kindberger Zunftbaum kam durch eine Sturmböe zu Fall. Foto: Puntigam
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In der Fußgängerzone in Kindberg ist heute der Zunftbaum umgestürzt. Der Baum fiel in die Fußgängerzone sowie auf das Dach des ehemaligen Cafés Fritz. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Am Freitag, dem 27. März, kam um die Mittagszeit der traditionelle Kindberger Zunftbaum zu Fall. Grund dafür war nach ersten Informationen der starke Wind. Das Wahrzeichen fiel dabei in die Fußgängerzone sowie auf die Fassade und das Dach des ehemaligen Cafés Fritz. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Verletzt wurde bei diesem Vorfall glücklicherweise niemand. Die Bundesstraße blieb passierbar, der betroffene Bereich der Fußgängerzone wurde vorübergehend gesperrt. Zuletzt war der Zunftbaum 2008 beim Sturmtief „Paula“ umgestürzt, wie auf der Webseite der Stadtgemeinde zu lesen ist.

Drei Wochen vor geplanter Erneuerung

„Wir sind froh, dass niemand verletzt wurde“, sagte Bürgermeister Christian Sander in einem ersten Gespräch mit der Rundschau. „Anlässlich seines 75-jähriges Jubiläums wäre der Zunftbaum in zirka drei Wochen sowieso erneuert worden, denn rund alle fünf Jahre wird der Baumstamm ersetzt. Welche Symbole, Wappen und Figuren nun ebenfalls erneuert gehören, ist aktuell natürlich noch nicht bekannt“, so Sander.

Der Zunftbaum fiel direkt auf das ehemalige Café Fritz. Foto: KK

Geschichte des Kindberger Zunftbaumes

Im Zentrum Kindbergs wurden bereits vor den 1950er-Jahren „gewöhnliche“ Maibäume und solche mit einfachen Zunftzeichen aufgestellt. Doch dann setzte der Hotelier und Fremdenverkehrsobmann Franz Gruber das Konzept des Kindberger Zunftbaums um. Vorbilder hatte er bei einem Aufenthalt in Bayern gesehen. Der Baum wurde mit Zunftzeichen, einem Trachtenpaar und einem Hochzeitszug, allesamt geschaffen vom Kindberger Künstler Hubert Pilch, versehen. Und man ließ das neue Wahrzeichen das ganze Jahr über stehen. Bald wurde der Künstler Fritz Putz aus Bruck/Mur beauftragt, figürliche Darstellungen zu fertigen. Man wechselte zwischen Zunft-, Trachten- und Märchenfiguren, dazu kamen Wappen, Herzen und Laternen. Eine aufwändige Garnitur Figuren entwarf einmal der Künstler Anton Babion aus Schliersee (Bayern). Neben mehreren anderen Kindbergern malten Max Kroisleitner und später Edith Schermer, Traude Geyeregger-Rothwangl und Ria Urferer die Dekoration immer wieder neu. 

Die Feuerwehr und das Team des Kindberger Wirtschaftshofs bei den Sicherungs- und Aufräumarbeiten. Foto: KK
Der geborstene Stamm wurde zerteilt und abtransportiert. Foto: FF Kindberg-Stadt
Die Spitze des Zunftbaums beschädigte das Dach des ehemaligen Cafés Fritz. Foto: FF Kindberg-Stadt
Cafe Fritz Kindberg Cafe Max Kindberg Kindberg Zunftbaum
Philip Aschenbrenner
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Vor gut zehn Jahren eher zufällig in den Journalismus hineingestolpert – und geblieben, weil’s einfach passt. Seit 2017 bei der Rundschau daheim, mittlerweile auch Miteigentümer und schaut drauf, dass Social Media und Online rundlaufen. Schreibt über alles, was in der Region passiert, mit besonderem Herz für den Sport und die Mürztaler Heimat. Beruflich wie privat ständig unterwegs – mit Block und Kamera oder in Fußballschuhen und mit Tennisschläger im Gepäck.

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