„Die große Regenbrause ist ein Muss“ – Elke und Harald Fink aus Leoben über Essenzielles bei der Planung und Ausführung einer Badsanierung.
„Der Wunsch nach einer barrierefreien Dusche, ganz klar!“ Das ist laut Elke Fink vom gleichnamigen Installationsunternehmen in Leoben-Donawitz für den Großteil der Kunden der Hauptantrieb für eine Badezimmersanierung. „Und meistens geht es dabei nicht mehr um Duschkabinen, sondern um sogenannte Walk-in-Duschen ganz ohne Tür“, sagt sie. Die Badewanne, einst die unumstrittene Basisausstattung, ist heute eher im Luxussegment angekommen. „Wenn, dann freistehend und optisch entsprechend inszeniert“, wie Elke Fink erklärt. Sie ist die Bäderplanerin im Unternehmen, die technische Umsetzung liegt bei Ehemann Harald Fink und seinem Handwerkerteam.
Große Brause, große Fliesen
Bei der Ausstattung der Dusche sind geradlinige und übersichtliche Lösungen am beliebtesten: Eine große Regenbrause muss es fast immer sein, dazu noch eine kleine Handbrause, und fertig. Aufwändige Paneele mit zig Massagedüsen, ein großer Hit der Nuller- und teils auch noch der Zehnerjahre, sind nicht mehr gefragt. Sehr wohl aber großflächige Fliesen. „Möglichst wenig Fugen, lautet das Motto“, sagen Elke und Harald Fink und fügen an: „Je größer die Fliese, desto besser muss natürlich die Wand vorbereitet und nivelliert sein.“
Dusch-WC
Neben dem Trend zum Reingehen, nämlich der Walk-in-Dusche, gibt es ganz klar auch einen zum Niedersetzen, und zwar das Dusch-WC. „Das ist ein Komfort, den kaum jemand missen möchte, der ihn einmal ausprobiert hat“, so Harald Fink. „Früher haben wir vielleicht ein, zwei Dusch-WCs pro Jahr installiert, jetzt in fast jedem zweiten Bad“, sagt er. Komplett aufgehört hat es sich im Gegenzug mit dem Bidet. Auch die Möblierung des Badezimmers ist laut Elke Fink in der Planung in den Hintergrund getreten. „Komplettverbauten mit möglichst vielen Kästen und Unterschränken sind passé“, sagt sie. Eine Parallele zu den wuchtigen Wohnwänden von einst, die aus den Wohnzimmern ja ebenfalls zusehends verschwunden sind.
Wenige Quadratmeter
In der Planung sei es das Um und Auf, den Kunden genau zuzuhören und mit ihnen gemeinsam zu besprechen, welche Wünsche im individuellen Fall tatsächlich umsetzbar seien. „Das Ausstellungsbad, wie man es in Schauräumen oder auf Messen sieht, geht sich unter realen Bedingungen ja kaum wo aus“, sagt Elke Fink. „Das typische obersteirische Bad hat irgendwo zwischen drei und fünf Quadratmeter“, ergänzt Harald Fink. Was ein wenig danach klingt, als handle es sich um kompakte, einfache Baustellen, aber ganz im Gegenteil: „Ein kleines Bad ist in der Sanierung viel schwieriger zu planen als ein großes“, so Elke Fink.

Zehn Werktage
„Wir erstellen mit dem Kunden das Gesamtpaket. Für Arbeitsschritte, die wir nicht selber umsetzen, organisieren wir kompetente Firmen und stimmen auch die Termine der einzelnen Gewerke aufeinander ab. Wir haben hervorragende Partner, zum Beispiel Fliesenleger und Elektriker, mit denen wir sehr gut zusammenarbeiten“, so Harald Fink. Realistisch sei eine Badsanierung in zehn Werktagen machbar. Da sei dann aber wirklich alles erledigt, inklusive Rohre in der Wand, also nicht nur oberflächlich. „Wir sind eben der klassische Installateur“, sagt Harald Fink, „das heißt, wir fangen beim Röhrl an, alles andere kommt danach. Deshalb brauchen Handwerksbetriebe mit fundiertem Zugang auch zwei, drei Tage länger als andere Anbieter.“ Worst-Case-Szenario sei eine oberflächliche Sanierung, und kurz darauf werde dahinter ein Rohr kaputt, weil es eben auch zu tauschen gewesen wäre.
Hoher Anspruch
Qualität und Nachhaltigkeit sind für Harald Fink nicht verhandelbar. „Wir bauen nur Material ein, das man nach Jahren auch reparieren bzw. bei dem man Verschleißteile tauschen kann und nicht das ganze Trumm rauswerfen muss“, sagt er. Lieber einmal mehr auszugeben und dann etwas wirklich Wertiges zu haben, ist ein Ansatz, den vielfach auch die Kunden teilen. „Auf lange Sicht rechnet sich das immer“, so Fink. Mitunter gilt das auch für Wasseraufbereitung und- enthärtung. „Je nach Härtegrad des Wassers kann das sehr empfehlenswert sein“, sagt der Fachmann. Die Enthärtung hat einerseits den technischen Zweck, Armaturen und Maschinen zu schützen, andererseits auch den optischen Effekt, dass keine Kalkflecken bleiben.
Eingespieltes Team
Im Installationsunternehmen Fink in Donawitz sind acht Personen beschäftigt. „Leute, die teils schon 30 Jahre hier sind. Und alle außer unserer Mitarbeiterin im Büro haben im Betrieb auch schon ihre Lehre gemacht“, sagen Elke und Harald Fink.





