Vier Runden sind in der Gebietsliga Mürz noch zu spielen, nach der 18. Runde hat der UFC Mariazell den Vorsprung nach einem 8:1-Sieg in Parschlug ausgebaut. Noch mehr Tore gab es beim Spiel zwischen dem SC Tragöß-Katharein und dem FC Kammern.
TuS Krieglach II – SV Oberaich 1:1 (1:0)
Tore: Deutschmann bzw. Soltani
Das Tabellenschlusslicht TuS Krieglach II empfing am Samstag den Tabellenzweiten SV Oberaich. Die Gäste hatten im Laufe der Woche mit Ex-Kammern Coach Denis Curic einen neuen Trainer verpflichtet. In den ersten Minuten sah es nicht nach einem erfolgreichen Trainerdebüt aus, denn in der 14. Minute gelang Routinier Thomas Deutschmann die überraschende 1:0-Führung. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. In der zweiten Halbzeit wurden die Gäste immer stärker und in der 73. Minute war es Oberaich-Goalgetter Ferdauws Soltani, der das vielumjubelte 1:1 erzielte. „Ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Spielerisch war es aber gut und darauf können wir aufbauen“, sagte Oberaich Neo-Trainer Curic. Drei Punkte braucht es für die Oberaicher am Samstag in Mariazell, will man die theoretische Mini-Chance auf den Titel noch wahren.

SC Parschlug – UFC Mariazell 1:8 (1:3)
Tore: Jurisic bzw. Habarugira, Oswiecimka (je 2), Pogner, Rudaj, Gruber, Steindl (Eig.)
Der SC Parschlug musste auf einige verletzte Spieler verzichten, während die Gäste fast in stärkster Formation antreten konnten. Die Mariazeller, momentan Titelkandidat Nummer Eins, legten gleich gehörig los. Keine 60 Sekunden waren gespielt, das versenkte Michal Oswiecimka den Ball zum 0:1. Zwar gelang der Krebs-Elf nach vier Minuten durch einen gefühlvollen Heber durch Dragan Jurisic zwischenzeitlich der Ausgleich, damit hatten die Heimischen aber an diesem Nachmittag ihr Pulver auch schon verschossen. Abermals Oswiecimka traf in der 15. Minute zum 1:2 und in der 19. Minute erhöhte Paul Habarugira bereits auf 1:3. Es sollte aber in der zweiten Halbzeit für die Parschluger noch dicker kommen. Shpresim Rudaj erhöhte in der 59. Minute auf 1:4, ehe Marco Pogner, abermals Habarugira, ein Eigentor und ein Treffer von Jan Gruber für den 1:8-Endstand sorgten. „Seit vier Wochen steigert sich unsere Leistung von Spiel zum Spiel. Das ist für mich sehr wichtig, weil am Samstag (17 Uhr) haben wir das Spiel des Jahres (zu Gast ist der Tabellenzweite SV Oberaich). Da müssen wir am Höhepunkt unserer Form sein“, sagte Mariazell-Spielertrainer Damian Misan. Bei einem Sieg wäre Mariazell bereits frühzeitig Meister.

FC Kindberg-Mürzhofen II – SV St. Marein-Lorenzen 3:1 (1:0)
Tore: Groß (3) bzw. Bilanovic
Not macht erfinderisch, das dachte sich wohl auch der FC Kindberg-Mürzhofen II am vergangenen Samstag im Derby gegen den SV St. Marein-Lorenzen, nachdem einige Spieler ausfielen. So mussten ein paar Spieler aus der U16 aushelfen, darunter Torhüter Felix Groß. Da es aber keinen Torhüter-Mangel gab, lief Groß als Stürmer auf. Die Gäste fanden nicht richtig in das Spiel und gerieten knapp vor der Pause auch in Rückstand, Torschütze Felix Groß. Nach der Pause ein ähnliches Bild und zwei Treffer zwischen der 52. und 54. Minuten sorgten für die Vorentscheidung. Beide Male war es wieder der umfunktionierte Goalie Felix Groß, der zum 3:0 traf. In der 62. Minute konnte Dominik Baumann auf 3:1 verkürzen, mehr war aber für die Hollerer-Elf in diesem Derby nicht drinnen. „Gerade in Halbzeit eins haben wir nicht an die Leistungen der letzten Wochen anschließen können. Zwei sehr billige Tore nach der Halbzeit haben das Spiel entschieden. Erst nachdem wir 3:0 hinten waren, haben wir den nötigen Einsatz und die nötige Laufbereitschaft gezeigt die von Anfang an nötig gewesen wäre. Ein enttäuschender Auftritt von uns und ein verdienter Sieg für Kindberg“, sagte Marein-Lorenzen Trainer Daniel Hollerer. Überaus glücklich war natürlich Alexander Assigal (Trainer FC Kindberg-Mürzhofen): „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs, wir haben von Anfang an Druck aufgebaut und konnten uns auch belohnen. Wir mussten sehr ersatzgeschwächt auftreten, aber die Jungs machten das sehr gut. Immerhin hatten wir fünf 15-jährige Spieler am Platz, ich hoffe sie konnten diesen Derbysieg genießen.“
ATuS Langenwang – SVU Mautern 1:1 (1:0)
Tore: Zächling bzw. Lerch
Der ATuS Langenwang trennte sich von SV Union Aurena Mautern mit einem 1:1. Jakob Zächling traf schon in zweiten Minute zur 1:0-Führung, nach der Pause stellte Lukas Lerch den 1:1-Endstand her. „Wir hatten viele Chancen, aber wir haben die Aktionen nicht fertig gespielt oder waren nicht präzise vor dem Tor. In Zukunft müssen wir das ein bisschen besser machen“, ärgerte sich Langenwang-Trainer Zoran Racic nach den zwei verlorenen Punkte. Knapp vor dem Ende trafen die Langenwanger nur die Latte.

SC Gußwerk – Rapid Kapfenberg 4:2 (2:0)
Tore: Lauko, Vitek, Brieler, Prumetz bzw. Sipura, Heiter
Der SC Gußwerk erwischte gegen Rapid Kapfenberg den besseren Start und Alex Lauko stellte bereits in der dritten Minute auf 1:0. Nach 17 Minuten erhöhte Branislav Vitek auf 2:0, womit die Heimischen mit einem Polster in die Kabinen gingen. Direkt nach Wiederbeginn meldeten sich die jungen Diemlacher zurück – Daniel Sipura stellte in der 47. Minute auf 2:1. In der 60. Minute war Felix Heiter zur Stelle und glich zum 2:2 aus. Nun war das Spiel wieder offen, bis zur 72. Minute, ehe der eingewechselte Christoph Brieler für die erneute Führung der Gußwerker sorgte. In der Nachspielzeit legte Stefan Prumetz noch einen Treffer nach – Endstand 4:2. „Wir sind gut in die Partie gestartet und haben verdient 2:0 geführt. Danach haben wir etwas nachgelassen und Kapfenberg besser ins Spiel kommen lassen, wir hatten vor der Pause noch die Chance aufs 3:0, die wir nicht nutzten. Nach der Pause fanden wir die ersten 20 Minuten gar nicht ins Spiel und haben verdient den Ausgleich bekommen.. Danach wachten wir wieder auf und haben dann zum Glück das Spiel wieder gedreht. Kompliment auch an die jungen Kapfenberger die nie aufgaben und bis zum Schluss alles probierten“, sagte Manuel Schmiedberger (Sektionsleiter SC Gußwerk). Friedrich Schanner (Trainer Rapid Kapfenberg) dazu; „Wir haben ein paar individuelle Fehler gemacht, so ist das passiert.“
SC Tragöß-Katharein – FC Kammern 4:6 (1:3)
Tore: Gradischnig, Leodolter, Trois, Lakatos bzw. Jansenberger, Antoniol (je 2), Pejic, Stuhlpfarrer
Nachdem Kammern-Trainer Denis Curic kurzfristig nach Oberaich wechselte, musste auch der FC Kammern reagieren. So wurde diese Woche Hannes Haberl präsentiert, der vor kurzem noch Oberligist Sankt Peter-Freienstein trainierte. Kevin Antoniol mit einem Doppelpack und Hannes Jansenberger trafen in der ersten Halbzeit für die Gäste, nur Routinier Harald Gradischnig pfutschte mit einem Treffer dazwischen. Es entwickelte sich in der zweiten Halbzeit ein offener Schlagabtausch, nach 68 Minuten stand es 4:4. Doch abermals Jansenberger und Nino Stuhpfarrer sorgten noch für einen Kammern-Sieg. „Das Spiel selbst war natürlich nichts für schwache Nerven, obwohl wir es eigentlich größtenteils unter Kontrolle hatten, aber wir uns durch individuelle Fehler wieder selbst in Gefahr brachten. Aber am Ende konnten wir trotzdem drei ganz wichtige Punkte mitnehmen. Jetzt heißt es hart weiterarbeiten, denn jetzt gibt es drei Heimspiele“, sagte Haberl nach dem Auftaktsieg. Am Samstag (17 Uhr) kommt der SC Gußwerk nach Kammern.
Gebietsliga Ost
UFC Miesenbach – UFC Schönegg 0:0 (0:0)
Ein torloses Unentschieden gab es beim Spiel zwischen dem UFC Miesenbach und dem UFC Schönegg. Für die Miesenbacher war es das bereits achte Unentschieden in der laufenden Saison. Am Samstag geht es für das Tabellenschlusslicht zum UFC St. Jakob im Walde-Festenburg.




