Spielertrainer Armin Masovic hat beim SV Oberaich vorzeitig das Handtuch geschmissen, und dies obwohl die Oberaicher auf dem zweiten Rang der Gebietsliga Mürz liegen.
Vor zwei Jahren hatten der SV Oberaich und Spielertrainer Armin Masovic den gemeinsamen Weg gestartet. Bis Sommer 2027 wollten sie gemeinsam Vereinsgeschichte schreiben und das erste Mal in die Unterliga Nord aufsteigen. Nach dem Aufstieg in die Gebietsliga Mürz und dem momentan zweiten Platz könnte schon heuer dieser Traum wahr werden. Aber ohne Masovic: „Ich habe bereits im Laufe der Woche entschieden, wenn wir zuhause gegen den SC Parschlug nicht gewinnen, dass ich zurücktreten werde. In den letzten Wochen und Spielen habe ich bemerkt, dass bei uns etwas der Wurm drinnen ist und das Selbstverständnis und die Leichtigkeit etwas darunter gelitten hat. Durch die Doppelbelastung mit dem Trainerposten bei den KSV Amateuren hat mir persönlich in letzter Zeit die Frische und der nötige Elan gefehlt. Ich war in letzter Zeit oft erschöpft und ausgelaugt beim Training. Ich glaube die Mannschaft hat das gespürt und es ist leider etwas abgefärbt. Ich wollte selber auf eigenen Wunsch die Saison mit Oberaich und somit auch unser Projekt fertig machen, habe jedoch wahrscheinlich die Belastung unterschätzt.“
Zweimal 100 Prozent sind nicht möglich
Fünf Runden sind in der Gebietsliga Mürz noch zu absolvieren, das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer UFC Mariazell steht noch aus. Trotz der Aufstiegsmöglichkeiten durch den Titel oder die Relegation konnten die Verantwortlichen Masovic nicht überzeugen, weiter zu machen: „Auch wenn der mögliche Aufstieg meiner Vita sehr gut getan hätte, möchte ich nicht meinen persönlichen Erfolg vor dem Erfolg des Vereins und vor allem der Jungs stellen, denn ohne sie würden wir als Aufsteiger nicht hier stehen. Deswegen habe ich entschlossen, dass es für den Verein und das Team besser ist, wenn in dieser wichtigen Phase ein Trainer da ist, der seine ungeteilte Aufmerksamkeit und Energie in die Mannschaft steckt. Wenn ich etwas mache, dann möchte ich zu 100 Prozent bei der Sache sein. Somit möchte ich dem Verein und Spielern nicht im Weg stehen und meine 100 Prozent beim KSV einbringen. Ich wünsche dem Verein und vor allem den Spielern alles Gute für die restliche Saison und für die Zukunft. Ich weiß, dass wir die beste Mannschaft der Liga haben und werden dies bestimmt in den verbleibenden fünf Spielen zeigen, um am Ende der Saison unseren gemeinsamen Traum zu feiern. Danke auch an den Vorstand, welcher mir immer das Vertrauen und freie Hand gab“, sagte Masovic zum Abschied.





