Mit moderner Technik werden jedes Jahr viele Rehkitze vor landwirtschaftlichen Maschinen geschützt.
Die Monate Mai und Juni sind wieder die Zeit der Rehkitze. Mit ihrem gepunkteten Fell und ihrem angeborenen Instinkt verstecken sie sich nahezu unsichtbar im hohen Gras. Was ihnen gegenüber Fuchs oder Dachs das Leben retten kann, wird bei landwirtschaftlichen Mähwerken aber zur oft tödlichen Gefahr.
Moderne Technik
Um das zu verhindern, setzen Jägerschaft und Landwirte zunehmend auf moderne Schutzmaßnahmen. Drohnen mit Wärmebildkameras ermöglichen es, Wiesen schnell und zuverlässig vor der Mahd abzusuchen. Die heimischen JägerInnen stellen sich dafür nicht nur als Piloten für die Drohnen zur Verfügung, sondern tragen auch die Anschaffungskosten. Darüber hinaus kommen auch andere Hilfsmittel wie blinkende Kitzretter oder Sirenen auf den landwirtschaftlichen Maschinen zum Einsatz. All diese Maßnahmen dienen nicht nur der Kitzrettung, sondern auch der Futterhygiene. Verendete Wildtiere im Mähgut können Krankheitserreger verbreiten und damit eine ernsthafte Gefahr für Kühe und Kälber darstellen.
Zusammenarbeit
Zusätzlich bleiben auch klassische, kostengünstige Maßnahmen unverzichtbar“, sagt der Mürzzuschlager Bezirksjägermeister Hannes Fraiß. „Durch das Aufstellen von Wildscheuchen sowie das sorgfältige Durchgehen der Wiesen vor der Mahd haben JägerInnen in den vergangenen Jahren Tausenden Rehkitzen das Leben gerettet. Die enge Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und Landwirtschaft zeigt, dass moderne Technik, praktische Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein erfolgreich kombiniert werden können – zum Wohl der Tiere und der Menschen gleichermaßen.“






