Einschlag, Ehrung und Holz-Innovation: Der Waldverband Mur-Mürztal lud zur Generalversammlung in Kapfenberg-Hafendorf.
Der Waldverband Mur-Mürztal hat im vergangenen Geschäftsjahr knapp 111.000 Festmeter Holz aus den Beständen seiner Mitgliedsbetriebe vermarktet. Davon waren 84.000 Festmeter Blochholz, 13.000 Festmeter Faserholz und rund 10.000 Festmeter Energieholz. Diese Zahlen präsentierten Obmann Hannes Pirstinger und Regionalstellenleiter Andreas Hofer bei der Jahreshauptversammlung im Ausbildungszentrum Hafendorf. Das Holz der Mitglieder ging an insgesamt 48 Abnehmer, die Preissituation war mit bis knapp 130 Euro für den Festmeter Sägerundholz aus Waldbauernsicht zufriedenstellend.
883 Mitglieder
2025 gab es laut Pirstinger wenig Schaden durch den Borkenkäfer, auch von Windwurf und Schneebruch blieb die Region weitgehend verschont. Heuer im März allerdings hat der Sturm den Süden des Verbandsgebietes doch erwischt, die Schadensmenge bei den Mitgliedsbetrieben liegt bei rund 20.000 Festmetern. Dem Waldverband Mur-Mürztal, der den Altbezirk Bruck und den Norden von Graz-Umgebung umfasst, gehören 883 Betriebe mit einer Gesamtforstfläche von 26.537 Hektar an.

Ehre und Gäste
37 Hektar davon gehören zum Hof der Familie Eisenberger vulgo Lichtenegger in Semriach, der heuer die Auszeichnung als regionaler Leitbetrieb erhielt. 35 zusätzliche Hektar Grünland sind die Grundlage für die weiteren Betriebsstandbeine Biomilch und Almo-Rinderzucht. Neben Pirstinger und Hofer gratulierten seitens des Waldverbands Mur-Mürztal auch die Obmannstellvertreter Andreas Schoberer und Karl Fladl sowie Waldhelfer Lukas Grammelhofer. Als Ehrengäste der Versammlung gratulierten Waldverband-Steiermark-Obmann Paul Lang und der Präsident der steirischen Landwirtschaftskammer Andreas Steinegger.

Weitere Ehrengäste waren die Obmänner der benachbarten Waldverbände Christian Rinnhofer (Mürztal), Christian Haberl (Leoben) und Rupert Liebfahrt (Murtal), der neubestellte Leiter der Kammerabteilung Forst und Energie Christian Metschina, der stellvertretende Bezirkskammerobmann Andreas Reisinger und PEFC-Österreich-Obmann Kurt Ramskogler.

Innovation
Das Gastreferat hielt diesmal Andreas Ringhofer vom Institut für Holzbau und Holztechnologie an der TU Graz. Er und sein Team beschäftigen sich in erster Linie mit der Entwicklung tragender Elemente aus Holz. „Brettsperrholz hat den weltweiten Hochbau erobert“, sagte er, „allerdings ist es ziemlich materialintensiv.“ Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Birke und ihrem Potenzial bei Leichtbaulösungen für den Einsatz in statisch relevanten Bereichen. Durch in Graz entwickelte Kniffe im Aufbau von Bauteilen sei es gelungen, die Birke in ihren bauphysikalischen Eigenschaften nah an die von Natur aus robustere, aber auch schwerere Buche heranzubringen.






