Große Kundgebung am Samstag, dem 28. März, ab 10 Uhr. Petition für Erhalt des Standorts erhielt binnen weniger Tage Tausende Unterschriften.
Seit dem Bekanntwerden interner Überlegungen der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), die Rehabilitationszentren Aflenz und St. Radegund am Standort nahe Graz zusammenzulegen, gehen in der gesamten Obersteiermark die Wogen hoch. Der größte Umzug am kommenden Wochenende wird am Fuß des Hochschwabs daher sicher keine Palmweihe sein, denn Samstag, der 28. März, wurde zum Protesttag für den Erhalt des Rehazentrums Aflenz erklärt.
Samstag, 10 Uhr
Treffpunkt für den Protestmarsch ist um 10 Uhr an der südlichen Aflenzer Ortseinfahrt im Bereich der Firma Kfz Schwarzl. Von dort zieht die Kundgebung durch den Ort bis zum Rehazentrum. Schon an einer ersten Protestaktion, die begleitend zu einer Mitarbeiterversammlung stattfand, nahmen vergangene Woche zahlreiche Menschen teil. Eine auf der Online-Plattform openpetition.eu gestartete Unterschriftenaktion erreichte binnen der ersten Woche mehr als 7000-fach Unterstützung.
135 Arbeitsplätze
„Einer Schwächung der Region Hochschwab Süd, besonders der Marktgemeinde Aflenz, durch einen möglichen Wegfall von rund 135 Arbeitsplätzen treten wir entschieden entgegen“, hielten die Bürgermeister Hubert Lenger (Aflenz), Christian Polaschek (Thörl) und Stefan Hofer (Turnau) nach dem Durchsickern der PVA-Überlegungen in einer gemeinsamen Mitteilung fest. Eine Entscheidung ohne Einbindung der Mitarbeiter sowie der betroffenen Gemeinden sei nicht im Sinne einer jahrzehntelangen guten Zusammenarbeit. Die Region habe sich stets als verlässlicher Partner gezeigt und das Rehazentrum immer unterstützt. „Diese gemeinsame Basis darf nicht durch kurzfristige wirtschaftliche Überlegungen gefährdet werden“, so die Bürgermeister, „wir appellieren daher eindringlich an die Entscheidungsträger, ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen und der gesamten Region gerecht zu werden.“ Unterstützungsbekundungen für diesen Standpunkt gibt es über alle Parteigrenzen hinweg aus der gesamten Region.
Appell ans Ministerium
Der steirische Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl nimmt das Sozialministerium in die Pflicht, das als Aufsichtsorgan über die PVA einer allfälligen Zusammenlegung zweier Standorte zustimmen müsste, wie er anmerkt. An Ministerin Korinna Schumann gerichtet sagt er: „Ich erwarte mir eine rasche Stellungnahme und die klare Zusage, dass es zu keinen Entscheidungen über die Köpfe der Steirerinnen und Steirer hinweg kommt.“ Die Sozialministerin habe es in der Hand, den Standort Aflenz zu sichern.
Das Zentrum
Das Rehabilitationszentrum Aflenz besteht seit 1970, es ist auf die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen spezialisiert, unter anderen Diabetes und Adipositas. Im Jahr 1998 entstand ein Neubau, der sukzessive modernisiert wurde, der jüngste größere Umbau erfolgte 2018.




