An der Montanuniversität Leoben werden Methoden untersucht und optimiert, die aus großen Hagelkörnern kleine machen.
Um die Auswirkungen schwerer Unwetter zu begrenzen, befasst sich der Lehrstuhl für Thermoprozesstechnik an der Montanuniversität Leoben mit der Weiterentwicklung von Technologien zur Hagelabwehr. Gemeinsam mit der Südflug GesmbH wurde zu diesem Zweck die Leistungsfähigkeit eines an Flugzeugen montierten Brennersystems untersucht und optimiert. Damit werden Silberjodidpartikel in die Zu- und Aufwindbereiche von Gewitterwolken eingebracht, die die Bildung großer Hagelkörner reduziert. Stattdessen entsteht eine größere Anzahl kleinerer Hagelkörner, die deutlich weniger Schaden anrichten.
Vom Labor in die Luft
„Für eine wirksame Hagelabwehr ist nicht allein die eingesetzte Menge an Silberjodid entscheidend, sondern vor allem, wie viele Partikel daraus entstehen“, sagt Lehrstuhlleiter Christoph Spijker. „In Laborversuchen können wir nun jene Betriebsbedingungen testen, bei denen die Partikelausbeute besonders hoch ist.“ Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Laborversuchen ermöglichen es der Südflug GesmbH, den Brenner künftig gezielter am optimalen Betriebspunkt zu halten und so das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.






