In Tragöß entsteht eine Blockhäuser-Wohnanlage. Vier Häuser stehen bereits, bis zu 14 sind möglich.
Die Green Lake GmbH mit Ronald Ertl als Geschäftsführer errichtet im Ortsgebiet von Tragöß-Oberort eine Wohnanlage mit Blockhäusern. Vier dieser Häuser sind bereits gebaut, mit dem Bau von drei weiteren soll im Mai 2027 begonnen werden. Insgesamt finden bis zu vierzehn Häuser Platz, abhängig vom weiteren Verkauf. Die Nachfrage ist 2026 allerdings deutlich angestiegen. Die Bauzeit beträgt drei bis vier Monate.
Holz als Baustoff
Der in Frohnleiten geborene Pilot Ronald Ertl möchte eine Wohnmöglichkeit schaffen, die nicht nur autark ist, sondern auch repräsentativ und reproduzierbar. Seine Begeisterung für den Werkstoff Holz spiegelt sich nicht nur in der Bauform der Blockhäuser in Tragöß-Oberort wider, auch das Interieur weist viele Holzelemente auf. Angefangen von speziell für diese Häuser geplanten Stockbetten für Kinder bis zu eigens gefertigten Waschbecken aus Kirschholz. Kiefer, Lärche und Zirbe sorgen innerhalb der Wohnräume für ein unverwechselbares Raumklima. Die Häuser weisen Wohnflächen von 50 bis 140 Quadratmetern auf.

Autarkie als Ziel
Im Vordergrund steht hierbei die Autarkie. Ronald Ertl, heute Vertriebsleiter für Österreich der Firma VandeSun, war maßgeblich an der Entwicklung von Photovoltaik-Dachschindeln beteiligt, welche in Kombination mit echten Schieferschindeln nicht als stromproduzierendes Dach zu erkennen ist. Jedes der Dächer wird damit ausgestattet und produziert bis zu 180 Watt pro Quadratmeter. Das Besondere an diesen Anlagen ist nicht nur die Form der Speicherung durch Salzbatterien. Es ist auch das weltweit erste PV-Schindeldach mit einer Schutzkleinspannung von 60 Volt, welches gewährleistet, dass von diesen Dächern keine Brandgefahr ausgeht. Mit dieser Technologie gewann das Unternehmen VandeSun vor kurzem den ersten Platz beim Hessischen Denkmalschutzpreis 2026. Ronald Ertl beauftragte für alle Arbeiten Firmen aus Österreich, wie die Zimmerei Konrad aus Tyrnau bei Frohnleiten. Die Fenster stammen von der Firma Gaulhofer, das Holz für die Häuser kommt aus dem Pongau. Jedes der Häuser ist an eine Zisterne angeschlossen, die Regenwasser für die Bewässerung sammelt. Beheizt wird mit einem behaglichen Holzofen und einer Fußbodenheizung, die über das eigene Nahwärmenetz aus einer Wärmepumpe versorgt wird.

Schmiede als Zusatz
Ein zusätzlicher Bestandteil des Projektes ist die benachbarte Schmiede, welche aktuell renoviert wird. Hier wurde bereits Geschichte geschrieben, so stammten die Steigeisen der Mount-Everest-Erstbesteigung aus dieser Schmiede. Diese bleibt als Schmiede erhalten und soll nächstes Jahr für Schmiedeseminare und Workshops für Kinder wiedereröffnet werden. Das Dach erhielt ebenfalls die preisgekrönten PV-Dachschindeln zur Energieversorgung. Zwischen den Häusern verläuft auch weiterhin die Langlaufloipe.






