Das 95 Jahre alte Murkraftwerk Laufnitzdorf nahm nach zweijähriger Modernisierung wieder den Betrieb auf.
Bei einem Festakt in Frohnleiten wurde das Murkraftwerk Laufnitzdorf nach umfassender Modernisierung feierlich wieder in Betrieb genommen. Bereits im Herbst 2024 wurden vom Verbund die Revitalisierungsmaßnahmen an der 95 Jahre alten Anlage gestartet. Im historischen und denkmalgeschützten Krafthaus wurden neue Turbinen und Generatoren eingebaut, wobei das Erscheinungsbild der beiden Maschinensätze jenem der Originalmaschinen entspricht.
Sanierung der Wehranlage
Parallel zu den Arbeiten im Hauptkraftwerk wurden in den vergangenen beiden Jahren auch die Walzen der Wehranlage Mixnitz in Pernegg vollständig erneuert. Auch dabei wurde dem Denkmalschutz Rechnung getragen, indem alle neuen Betonteile künstlich gealtert wurden, sodass kein Unterschied zum Bestand erkennbar ist. Zusätzlich wurde im Bereich der Wehranlage ein neues Wehrkraftwerk errichtet. Entlang des Ausleitungskanals wurden vier Brücken saniert oder erneuert sowie Löschwasserentnahmepunkte für die Feuerwehr errichtet.

65 Millionen Euro
Insgesamt wurden vom Verbund rund 65 Millionen Euro in die Modernisierung der Anlage investiert. Nach der Fertigstellung aller Arbeiten und der Wiederinbetriebnahme kann das Kraftwerk nun mit einer Leistung von 24,3 Megawatt den Jahresstrombedarf von rund 40.000 Haushalten decken und ist damit das größte Wasserkraftwerk an der Mur. „Das Kraftwerk Laufnitzdorf zeigt beispielhaft, wie sich durch den Einsatz innovativer Technik das Potenzial bestehender Infrastruktur optimal nutzen lässt“, sagten Landeshauptmann Mario Kunasek und Landesrat Willibald Ehrenhöfer, die gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Wagner und dessen Pernegger Amtskollegin Eva Schmidinger, Verbund-Vorstand Achim Kaspar, den beiden Geschäftsführern Michael Amerer und Karl Heinz Gruber sowie Kaplan-Enkelin Gerlind Weber der feierlichen Wiederinbetriebnahme beiwohnten.





