Das Heizwerk der Stadtwärme Kapfenberg ist technisch in den kommenden Tagen fertiggebaut. Am 4. November wird angeheizt.
Am Jahresbeginn erfolgte der feierliche Spatenstich für die Errichtung des Heizwerks in der Krottendorfer Straße, das die Stadtwärme Kapfenberg errichtet. Anfang November wird nun zum Anheizen geladen. „Das funktioniert ähnlich wie bei einem neuen Kachelofen, die Anlage wird zunächst langsam und kontrolliert erwärmt. Dabei geht es vor allem darum, die feuerfeste Ausmauerung des Heizkessels schonend zu trocknen und Spannungsrisse durch zu schnelles Erhitzen zu vermeiden. Schritt für Schritt werden wir die Anlage dann hochfahren“, erklärt der Geschäftsführer Daniel Grill. Die Stadtwärme Kapfenberg GmbH ist eine 100-Prozent-Tochter der Stadtwerke, die wiederum zur Gänze im Eigentum der Stadtgemeinde stehen. Das Bürogebäude ist ebenfalls baulich fertig. „Wir warten nun auf die Einrichtung, aber wir wollen noch im heurigen Jahr einziehen“, so Grill. Bis dahin sind die sieben Mitarbeiter noch bei den Stadtwerken untergebracht.

Pufferspeicher für eine Million Liter Wasser
Ebenfalls noch nicht da ist der Heizstoff, das Hackgut. Auf dem riesigen Lagerplatz können bis zu 12.000 Schüttraummeter gelagert werden. Auf dem Schubboden finden bis zu 620 Schüttraummeter Platz. „Alleine damit können wir Kapfenberg für drei bis vier Tage mit Wärme versorgen“, sagt Daniel Grill. Nicht zu übersehen sind beim Heizwerk die vier Pufferspeicher, die jeweils 20 Meter hoch sind und einen Durchmesser von vier Metern aufweisen. Insgesamt fassen sie rund eine Million Liter Wasser. „Die Anlieferung und der Aufbau waren echt spektakulär, schließlich wiegt jeder Turm rund 30 Tonnen“, erzählt Grill.

Fünf Megawatt
Das Herzstück der Anlage ist ein fünf Megawatt starker Heizkessel, in dem die Hackschnitzel verbrannt werden. Die dabei entstehende Wärme erhitzt Wasser, das über das Fernwärmenetz zu den angeschlossenen Haushalten und Betrieben transportiert wird. Neben der Wärme aus Biomasse wird auch industrielle Abwärme für die Fernwärmeversorgung genutzt. Die Kosten für die Errichtung des Heizwerks belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro. Zudem erweitert die Stadtwärme auch ihr Netz, so wurden 2025 und 2026 neun neue Trassenkilometer geschaffen.
Heimische Baufirmen
Bei der Errichtung übernahm die Firma Porr als Teilgeneralunternehmer die Baumeister- und Holzbauarbeiten, den Fenstereinbau sowie die Dachdecker-, Spengler- und Trockenbauarbeiten. Die KTG Austria war für sämtliche Elektroinstallationen im Bürogebäude verantwortlich. Das Kapfenberger Unternehmen Matauschek lieferte und montierte die Aluminiumfenster und -türen.










